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Für die Natur im Einsatz
  • 15.08.2018

Ausstellung der Landschaftserhaltungsverbände in Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau in Lahr

Umweltstaatssekretär Andre Baumann: „Der Erhalt der biologischen Vielfalt als Lebensgrundlage ist dringlicher denn je. Die Landschaftserhaltungsverbände leisten dabei wertvolle Arbeit.“

Staatssekretär Andre Baumann hat heute (15.08.) auf der Landesgartenschau in Lahr die Ausstellung „Landschaftserhaltungsverbände in Baden-Württemberg – Brückenbauer zwischen Mensch und Natur“ eröffnet. Im Treffpunkt Baden-Württemberg können sich Besucherinnen und Besucher bis zum 26. August über die vielfältigen Tätigkeiten der Landschaftserhaltungsverbände und deren Bedeutung für den Erhalt der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft in Baden-Württemberg informieren.

„Der Schutz unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und heute dringlicher denn je“, betonte der Staatssekretär. „Die Landesregierung hat den Naturschutz deshalb ins Zentrum ihrer Politik gestellt und den Erhalt der Artenvielfalt als Schwerpunkt definiert.“

Mit dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt habe das Land Ende 2017 die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um landesweit zusätzliche Maßnahmen zum Artenschutz umsetzen zu können, so Baumann. „Den Landschaftserhaltungsverbänden kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu. Sie sind unverzichtbare Brückenbauer zwischen Mensch und Natur und als kompetente Dienstleister für ein funktionierendes Natur- und Landschaftspflegemanagement nicht mehr wegzudenken.“ Die Landschaftserhaltungsverbände leisteten sehr wertvolle Arbeit für den Erhalt der biologischen Vielfalt im Land, lobte der Staatssekretär deren Engagement.

Land investiert viel Geld in Naturschutz

Im Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt stehen in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung. Für begleitende Monitoringmaßnahmen sind sechs Millionen Euro vorgesehen. Das Umweltministerium investiert aus dem Landeshaushalt 2018 rund 75,5 Millionen Euro und 2019 gut 82 Millionen Euro in den Naturschutz. Auf Landesebene ist dies eine erfreuliche Entwicklung. Dennoch hat Staatssekretär Baumann Grund zur Sorge: „Die Absicht der EU-Kommission, die Mittel zur Kofinanzierung etwa von Maßnahmen nach der Landschaftspflegerichtlinie, der sogenannten 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik, um 15 Prozent zu reduzieren, ist eine große Enttäuschung.“ Es sei wichtig, dass der Bund und die Länder bei der EU-Kommission mit Nachdruck Verbesserungen einfordern. „Für den nachhaltigen Schutz unserer Umwelt, den Erhalt unserer biologischen Vielfalt und für den Klimaschutz brauchen wir erheblich mehr Mittel“, so Andre Baumann.

Ergänzende Informationen

In Baden-Württemberg gibt es inzwischen in 33 von 35 Landkreisen Landschaftserhaltungsverbände. Zu den wesentlichen Aufgaben der dieser freiwilligen Zusammenschlüsse von Naturschutz, Landwirtschaft und Gebietskörperschaften gehören die Erhaltung, Entwicklung und Offenhaltung der Kulturlandschaften sowie die Biotop- und Landschaftspflege. Darüber hinaus nehmen sie im Rahmen der Umsetzung des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 eine zentrale Funktion wahr. Die Landschaftserhaltungsverbände beraten, unterstützen und informieren Landwirte und Schäfer, Landkreise, Städte und Gemeinden, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Naturschutz- und Bauernverbände.

An der Ausstellung auf der Landesgartenschau beteiligen sich die Landschaftserhaltungsverbände des Ortenaukreises sowie der Landkreise Rottweil und Freudenstadt und der Landschaftsentwicklungsverband Mittlerer Schwarzwald. 

Landschaftserhaltungsverbände Baden-Württemberg

Landschaftspflege


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