Energie

10 Jahre Brennstoffzellen- und Batterie-Allianz Baden-Württemberg

Mit einem Festakt im Stuttgarter Neuen Schloss feiert die Brennstoffzellen- und Batterie-Allianz Baden-Württemberg (BBA-BW) heute ihr 10-jähriges Bestehen. Die BBA-BW ist ein Netzwerk zur Förderung, Entwicklung und Verbreitung nachhaltiger und umweltschonender Energieerzeugungs- und Speichertechnologien auf der Basis von Brennstoffzellen und Batterien.

In seiner Rede hob Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller die zunehmende Bedeutung von Speichertechnologien sowohl im Bereich der Mobilität als auch im Zusammenhang mit dem Umbau des Energiesystems von der Atomkraft zu den regenerativen Energiequellen hervor: „Brennstoffzellen und Batterien sind nicht nur in Fahrzeugen, sondern auch bei der Hausenergieversorgung viel versprechende Technologien. Batterien und Wasserstoff werden wir auch und besonders zur Speicherung fluktuierender Energie aus Wind und Sonne brauchen, um die Netze zu stabilisieren. In der Anwendung liegen also große wirtschaftliche Potenziale, die es in Zusammenarbeit von Wissenschaft und Forschung zu heben gilt“, so Untersteller. „Wir wollen nachhaltige und effiziente Technologien aus Baden-Württemberg.“

Die kontinuierliche Arbeit der BBA-BW und die gelungene Vernetzung der Akteure seien verantwortlich dafür, dass Baden-Württemberg heute zu den innovativsten Standorten im Bereich der Brennstoffzellenentwicklung gehöre, erklärte Dr. Jörg Wind, Vorstandsvorsitzender der BBA-BW, der in nachhaltiger Mobilität die Zukunft der Brennstoffzelle sieht: „Das Elektrofahrzeug mit Batterie ermöglicht einen sehr niedrigen Energieverbrauch, allerdings mit begrenzter Reichweite und relativ langen Ladezeiten. Für längere Reichweiten und kürzere Tankzeiten bietet sich das Elektrofahrzeug mit Brennstoffzelle an. Die beiden Antriebe sind keine Konkurrenten, sondern ergänzen sich. In der Kombination der beiden Technologien liegt das größte zukünftige Potenzial der Elektromobilität.“

Robert Hammel von der Stadt Stuttgart und Finanzvorstand der BBA-BW betonte: „Der Technologiewandel hin zu regenerativen Energien und zur Elektromobilität ist eine der größten Herausforderungen, denen sich die Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen in Baden-Württemberg in den nächsten Jahren stellen müssen. Wir arbeiten in unserem Netzwerk gemeinsam mit allen Akteuren erfolgreich daran, den Paradigmenwechsel einzuleiten und den Technologiewandel zu gestalten.“

Das Kompetenz- und Innovationszentrum Brennstoffzellen e. V., KIBZ, wurde am 21. März 2001 als eine der beiden Vorgängerinstitutionen der BBA-BW gegründet. Die „Wirtschaftsförderung Region Stuttgart“ (WRS) übernahm damals weitgehend die Anschubförderung, wesentlichen Anteil an der Gründung hatten die Städte Stuttgart und Kirchheim/Nabern, unterstützt durch die DaimlerChrysler AG, das Zentrum für Sonennenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) und das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR).

Eine zweite Vorgängerorganisation war die Forschungs-Allianz Brennstoffzellen Baden-Württemberg, FABZ, eine Dachorganisation von Universitäts- und Forschungsinstituten im Bereich Brennstoffzellen-Forschung und –Entwicklung. Die FABZ wurde finanziert durch Mittel aus den Etats des Wissenschafts- und des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.

2007 wurden KIBZ und FABZ zur Brennstoffzellen-Allianz Baden-Württemberg (BzA-BW) zusammengelegt. 2010 erfolgte die Erweiterung des Tätigkeitsfeldes auf Batterietechnologien und infolgedessen die Umbenennung des Netzwerks in Brennstoffzellen- und Batterie-Allianz Baden-Württemberg, BBA-BW.

Die BBA-BW hat derzeit rund 70 Mitglieder aus den unterschiedlichsten Bereichen. Große „Player“ aus der Industrie, Mittelständler, aber vor allem kleinere Unternehmen und Forschungsinstitute.

Ein wichtiges Ziel der BBA-BW ist die Kompetenzbündelung und –stärkung auf dem Gebiet der Brennstoffzellen und Batterien, um die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Unternehmen zu stützen.
Die BBA-BW dient unter anderem als Plattform für Firmenkooperationen, organisiert Fortbildungen, informiert über Förderprogramme und initiiert Projekte. In besonderem Maß kümmert sie sich um die Intensivierung des Wissenstransfers zwischen Forschungseinrichtungen und Industrie für eine schnellere Umsetzung von Erkenntnissen in Produkte.

Das Land, vor allem das Ministerium für Wissenschaft und Kunst (MWK) hat das BBA-BW über Jahre finanziell bezuschusst. Neben den Mitgliedsbeiträgen kamen weitere Mittel vom Umweltministerium (UM), von der „Wirtschaftsförderung Region Stuttgart“ und von der Europäischen Union.

Quelle:

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg