Förderprogramm

Ungebrochenes Interesse an Sanierungsförderung durch L-Bank und Umweltministerium

Umweltminister Franz Untersteller: „Mehr als 20.000 bewilligte Kredite und eine Milliarde Fördervolumen im Energieeffizienzprogramm – Sanieren sind eine Erfolgsgeschichte.“

Auch drei Jahre nach seinem Start erfreut sich das Förderprogramm „Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren“ von L-Bank und Umweltministerium großer Beliebtheit. Im abgelaufenen Jahr 2014 konnten 6.353 Anträge mit einem Fördervolumen von 326 Millionen Euro bewilligt werden. Damit wurden Investitionen in die Effizienz älterer Gebäude in einer Höhe von 505 Millionen Euro ausgelöst. Im ersten Quartal 2015 konnten 848 Anträge mit einem Fördervolumen von 45 Millionen Euro bewilligt werden.

Für Umweltminister Franz Untersteller sind diese Zahlen Beleg für das Engagement der Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs für den Klimaschutz und einen effizienten Umgang mit Energie und Rohstoffen. Außerdem zeige das ungebrochene Interesse, dass das Förderprogramm des Umweltministeriums mit der L-Bank attraktiv gestaltet sei und einen großen Bedarf decke: „Es gibt rund 2,4 Millionen ältere und alte Gebäude, die rundum saniert oder teilsaniert werden können – und ihre Eigentümer tun das in hoher Zahl und sehr oft mit Hilfe unseres Förderprogramms. Das ist ein schöner Erfolg und gelebter Klimaschutz. Ganz nebenbei steigert eine Sanierung den Wert eines Gebäudes und erhöht spürbar den Wohnkomfort.“

Umstellung von Zinsverbilligung auf Tilgungszuschuss

Untersteller gab außerdem bekannt, dass der Landtag mit der Verabschiedung des Nachtragshaushalts Ende April die rechtlichen Voraussetzungen für eine neue Fördersystematik für das Energieeffizienzprogramm Sanieren mit der L-Bank geschaffen habe. Nachdem in den vergangenen Jahren schwerpunktmäßig Zinsverbilligungen gewährt wurden, werde es künftig ausschließlich Tilgungszuschüsse für die Sanierung geben. In Zukunft ebenfalls bezuschusst wird die Durchführung energetischer Einzelmaßnahmen. „Damit“, sagte Untersteller, „reagieren wir auf die anhaltende Niedrigzinsphase, in der eine zusätzliche Verbilligung der KfW-Kredite durch uns und die L-Bank wie in der Vergangenheit nicht mehr möglich ist. Was aber geht, ist ein Tilgungszuschuss, das heißt wir reduzieren mit unserem Programm künftig das Darlehensvolumen des Kreditnehmers um einen bestimmten Betrag. Das Ziel des Programms, mit einem zusätzlichen Anreiz Sanierungen anzustoßen, kann so weiterhin erreicht werden.“

Die Höhe der Tilgungszuschüsse ist gestaffelt nach dem angestrebten Effizienzziel beziehungsweise dem nach der Sanierung erreichten Effizienzeffekt. Den höchsten Zuschuss bekommen in der neuen Fördersystematik Sanierer, deren Gebäude die Norm für das KfW-Effizienzhaus 55 erfüllen, der niedrigste Zuschuss wird für KfW-Effizienzhaus 115 gewährt.

Ergänzende Informationen

Das Förderprogramm „Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren“ von L-Bank und Umweltministerium wurde im April 2012 aufgelegt. Seither wurden rund 20.500 Kreditanträge bewilligt, das Fördervolumen beläuft sich auf mehr als eine Milliarde Euro. Daneben bieten L-Bank und Umweltministerium das Programm „Energieeffizienzfinanzierung – Mittelstand“ an.

Weitere Informationen

www.l-bank.de/eef-sanieren