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Wirtschaft
  • 12.11.2013

Land und Wirtschaft bilden Allianz für mehr Ressourceneffizienz Baden-Württemberg

Zum Auftakt des zweitägigen Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongresses Baden-Württemberg haben Umweltminister Franz Untersteller und Spitzenvertreter verschiedener Wirtschaftsverbände eine gemeinsame Erklärung für eine „Allianz für mehr Ressourceneffizienz Baden-Württemberg“ und die Initiative „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ unterzeichnet.

Umweltminister Franz Untersteller wies dabei auf die großen Chancen hin, die eine effiziente Nutzung von Rohstoffen und deren Rückgewinnung aus Abfall für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg und seine Unternehmen bietet: „Eine möglichst effiziente Produktion sowie die Entwicklung von material- und energiesparenden Technologien schonen unsere Umwelt und sichern den Unternehmen im Land zugleich Wettbewerbsvorteile“. Die Landesregierung habe sich daher das Ziel gesetzt, das wirtschaftliche Wachstum vom Verbrauch der immer knapper werdenden natürlichen Ressourcen zu entkoppeln. Die Allianz mit der Wirtschaft begrüßte Untersteller als wichtigen Schritt zur Bündelung der Kräfte auf dem eingeschlagenen Weg zu immer besserer Ressourceneffizienz. „Wirtschaft und Politik haben dasselbe Ziel. Wir wollen im Interesse der hier lebenden Menschen Ressourcen sparen und damit Zukunft sichern.“ Die natürlichen Ressourcen und Rohstoffe der Erde seien zwar endlich, so der Umweltminister, der Erfindergeist und die Cleverness der baden-württembergischen Unternehmen seien es aber sicher nicht.

Der Präsident des Landesverbandes der Baden-Württembergischen Industrie, Dr. Hans-Eberhard Koch: „Der Rohstoffhunger wächst weiterhin gigantisch. In den nächsten zwanzig Jahren wird nochmals eine Verachtfachung des weltweiten Rohstoffbedarfs erwartet. Wir können mit eigenen ressourceneffizienten Produktionsweisen und zugleich ressourcenschonenden Produkten diesem Trend entgegenwirken. Ich freue mich, dass mit der heute gegründeten Ressourceneffizienzallianz Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik gemeinsam diese Aufgaben angehen.“

Kein unbegrenztes materielles Wachstum

Der Vorsitzende des Sachverständigenrats für Umweltfragen, Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich: „In einer begrenzten Welt kann es kein unbegrenztes materielles Wachstum geben. Eine nachhaltige Industriegesellschaft muss daher auf die Entkopplung von Wohlfahrt und Wirtschaftswachstum von Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung setzen. Zwei essentielle Säulen dazu sind langfristig eine vollständige regenerative Energieversorgung und eine möglichst vollständige Kreislaufwirtschaft. Baden-Württemberg entwickelt derzeit gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft eine Landesstrategie Ressourceneffizienz, die diesen ambitionierten Anspruch umsetzen möchte. Anhand von konkreten Modellprojekten soll gezeigt werden, wie ausgewählte Leitindustrien die Effizienz bei kritischen Rohstoffen signifikant steigern können.“

„Allianz für mehr Ressourceneffizienz Baden-Württemberg“

Die gemeinsame Erklärung zur Gründung der „Allianz für mehr Ressourceneffizienz Baden-Württemberg“ und der Initiative „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ ist von folgenden Verbänden und Kammern unterzeichnet:

  • Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie e. V. (LVI)
  • Industrie- und Handelskammertag Baden-Württemberg
  • Verband der Chemischen Industrie e. V., Landesverband Baden-Württemberg
  • Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer Baden-Württemberg, VDMA
  • Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie, ZVEI e. V., Landesstelle Baden-Württemberg

Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress Baden-Württemberg


Umweltminister Franz Untersteller im Visier einer Kamera

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