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Energie
  • 06.05.2014

Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg - Erste Abschätzung für das Jahr 2013 veröffentlicht

Umweltminister Franz Untersteller: „Die erneuerbaren Energien haben ihren Anteil an der Erzeugung von Strom und Wärme weiter ausgebaut“

Gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung, ZSW, hat das Umweltministerium heute (06.05.) eine erste Abschätzung der Entwicklung der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg für das Jahr 2013 veröffentlicht. „Sowohl die Strom- als auch die Wärmeerzeugung mit Hilfe erneuerbarer Energien sind auch im vergangenen Jahr weiter gestiegen“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller.

Wind, Sonne, Biomasse und Wasser haben vergangenes Jahr rund 13,8 Terawattstunden (TWh) Strom erzeugt, der Zuwachs gegenüber dem Jahr 2012 lag bei etwa 0,5 TWh oder 6,2 Prozent. Da letztes Jahr insbesondere Steinkohlekraftwerke deutlich mehr Strom erzeugt haben, hat sich die gesamte Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg um 4,2 Prozent auf nunmehr 60,5 TWh erhöht. Der Anteil der erneuerbaren Energien ist dennoch von 22,4 Prozent im Jahr 2012 auf 22,9 Prozent im Jahr 2013 gestiegen.

Mit einem Anteil von 8,4 Prozent an der gesamten Bruttostromerzeugung nimmt die Wasserkraft weiterhin den ersten Platz unter den Erneuerbaren ein. Auf Platz zwei rangiert die Photovoltaik, die im vergangenen Jahr, trotz einem eher mäßigen Sonnenjahr, mehr als vier Terawattstunden zur Stromerzeugung im Land beigetragen hat. Das entspricht einem Anteil von 7,1 Prozent. Die installierte Leistung ist dabei noch einmal deutlich von 4,4 Gigawatt im Jahr 2012 auf nunmehr knapp 4,8 Gigawatt gestiegen. Der Anteil der Windenergie betrug letztes Jahr 1,1 Prozent. „Da inzwischen insbesondere der Ausbau der Windkraft allmählich an Fahrt gewinnt, bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass wir unser Ziel von 38 Prozent erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 erreichen können“, betonte der Umweltminister.

Der Endenergieverbrauch für Wärme ist im vergangenen Jahr wegen des sehr langen und harten Winters deutlich um fast fünf Prozent auf 166 TWh angestiegen. Die erneuerbaren Energien haben davon 18,3 TWh beigesteuert. Franz Untersteller: „Dass die Erneuerbaren ihren Anteil von elf Prozent trotz des deutlich gestiegenen Verbrauchs behaupten konnten belegt, dass sie auch in diesem Bereich deutlich zugelegt haben.“

Ergänzende Informationen

Sowohl die Energieerzeugung wie auch der Energieverbrauch können nach unterschiedlichen Kriterien ermittelt werden. Dazu eine kurze Übersicht über häufig verwendete Begriffe. 

Erneuerbare Energie (auch regenerative Energie genannt): ist Energie aus nachhaltigen Quellen, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind. Dazu zählen Sonnenenergie, Wasserkraft, Windkraft, Erdwärme, Bioenergie.

Fossile Energie: wird aus fossilen Brennstoffen gewonnen, die wie Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl in geologischer Vorzeit aus Abbauprodukten von toten Pflanzen und Tieren entstanden sind. Diese fossilen Energieträger basieren auf dem Kohlenstoffkreislauf und ermöglichen damit, in vergangenen Zeiten gespeicherte (Sonnen)energie heute zu verwerten. Bei der Nutzung wird klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt.

Primärenergieverbrauch: Verbrauch beziehungsweise Absatz von Energieträgern, die noch keiner Umwandlung unterworfen wurden, wie zum Beispiel Steinkohle, Braunkohle, Rohöl oder Erdgas.

Endenergieverbrauch: Verbrauch von Energieträgern durch den Endverbraucher beziehungsweise Absatz von Energieträgern an den Endverbraucher. Nicht enthalten ist insbesondere der Energieeinsatz für Umwandlung beziehungsweise Weiterverarbeitung von Primärenergieträgern (zum Beispiel Stromproduktion, Raffinerien etc.).

Bruttostromerzeugung: Bruttostromerzeugung ist die erzeugte elektrische Arbeit, gemessen an den Generatorenklemmen einer Erzeugungseinheit, das heißt einschließlich des Eigenverbrauchs der Erzeugungseinheit.

Zum Herunterladen 

Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2013


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