Tag der offenen Tür

EFRE-Informationsaktion „Europa in meiner Region“ 2018

Die Elektroautos des Projekts „zeozweifrei-unterwegs“ auf dem Marktplatz in Bruchsal.
Die Elektroautos des Projekts „zeozweifrei-unterwegs“ auf dem Marktplatz in Bruchsal.
Fragen zu den „zeos“ beantwortete ein Mitarbeiter der regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal.
Fragen zu den „zeos“ beantwortete ein Mitarbeiter der regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal.
Spatenstich in Ilsfeld
Spatenstich in Ilsfeld
Verlegung einer Nahwärmeleitung in Ilsfeld
Verlegung einer Nahwärmeleitung in Ilsfeld

Bei der europaweiten Informationsaktion „Europa in meiner Region“ erhalten Interessierte Einblick in Projekte, die aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden.

Auch im Jahr 2018 laden zahlreiche Projektträger europaweit zum Blick hinter die Kulissen ein. In Baden-Württemberg beteiligen sich insgesamt neun Projekte, deren Veranstaltungen über das ganze Jahr verteilt sind. Die beiden Projekte des Umweltministeriums „Nahwärmeversorgung Ilsfeld“ der Gemeinde Ilsfeld und „zeozweifrei-unterwegs“ unter der Konsortialführerschaft der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal haben ihre Türen bereits für die Öffentlichkeit geöffnet.

Projekt: „zeozweifrei-unterwegs“ aus Bruchsal

Das Projekt „zeozweifrei-unterwegs“ organisiert ein Konsortium aus der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal, der Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe und der Energie- und Wasserversorgung Bruchsal. Ziel ist es, ein regionales E-Carsharing-Netz unter Einbindung von Kommunen, Firmen und Bürgern im ländlichen Raum aufzubauen. Bisher wurden 40 E-Carsharing-Stationen in 13 Gemeinden der Wirtschaftsregion Bruchsal errichtet. Damit ist das größte stationsbasierte E-Carsharing-System in Baden-Württemberg entstanden. Weitere Stationen sollen in den kommenden Jahren noch folgen.

Der Tag der offenen Tür des Projekts „zeozweifrei unterwegs“ fand am 14.06.2018 statt und war Teil der Veranstaltung „Regionalkonferenz Mobilitätswende“. In dieser ganztägigen Konferenz im Bürgerzentrum von Bruchsal wurde aufgezeigt, was Mobilitätswende konkret bedeutet. Anhand von Best-Practice-Beispielen wurden detaillierte Einblicke in aktuelle Trends und Entwicklungen gegeben, intelligente Lösungen erörtert und der Austausch von Akteuren aus dem Mobilitätsbereich gefördert. Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick sieht die Stadt Bruchsal, unter anderem durch das Projekt „zeozweifrei unterwegs“, für die Mobilitätswende gut gerüstet.

In der Mittagspause informierten sich die Besucherinnen und Besucher auf dem Bruchsaler Marktplatz bei zahlreichen Ausstellern über verschiedene Aspekte der Mobilitätswende. Das Projekt „zeozweifrei unterwegs“ stellte drei seiner Elektrofahrzeuge aus. Besucher konnten sich von Mitarbeitern beraten lassen und ein Elektrofahrzeug Probe zu fahren. Am Nachmittag wurde die „Regionalkonferenz Mobilitätswende“ fortgeführt. In fünf Fachforen diskutierten die Teilnehmer die Themen „ÖPNV und Mobility as a Service“, „Elektromobiler Individualverkehr“, „Autonomes Fahren“, „Potenziale des Radverkehrs“ und „Zukunftskonzepte in der Fracht- und Personenbeförderung“.

Projekt: Nahwärmeversorgung Ilsfeld der Gemeinde Ilsfeld

Mit dem Projekt der Nahwärme ist die Gemeinde Ilsfeld bereits einen beachtlichen Weg gegangen: Seit 2013 wird das Nahwärmenetz in Ilsfeld kontinuierlich ausgebaut. Die Nahwärmeversorgung besteht aus einer Kombination aus Abwasserwärmenutzung und erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerken mit Kraft-Wärme-Koppelung. Neben den bereits installierten Blockheizkraftwerken wird Abwasserwärme zur Wärmeversorgung genutzt. In einem nächsten Schritt sollen weitere Straßen und eine Biogasanlage an das Netz gehen. So kommt die Gemeinde Ilsfeld ihrem Ziel einer ökonomischen und ökologischen Wärmeversorgung immer näher.

Am Freitag, 23. März 2018, fiel während der EFRE-Informationsaktion der Startschuss für die Erschließung und Versorgung der Ortsteile Helfenberg und Auenstein sowie die Einbindung der Biogasanlage Beilstein. Die interessierte Öffentlichkeit war zum Spatenstich auf der Rasenfläche des Freibads eingeladen. Dort konnten Bürgerinnen und Bürger schon die ersten Baugruben bestaunen, in denen die Leitungen der Nahwärmeversorgung verlegt werden

Bürgermeister Thomas Knödler stellte das Projekt vor. Er bedankte sich auch bei der EU und beim Land Baden-Württemberg, die das Projekt ermöglicht haben. Eine Besonderheit sei vor allem der Auf- und Ausbau des Netzes im Bestand.