Grundlage für die Fortentwicklung des IEKK

Monitoring der Klimaschutzziele und der Umsetzung des IEKK

Kohlendioxid-Icon auf einer Wolke aus grünen Blättern

Das Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg sieht vor, bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen (= CO2-Äquivalente) um mindestens 25 Prozent gegenüber 1990 zu senken, bis zum Jahr 2050 um 90 Prozent. Mit einem regelmäßigen Monitoring überprüft die Landesregierung, ob die eingeleiteten Maßnahmen zum Klimaschutz in Baden-Württemberg greifen und es gelingt, die Treibhausgasemissionen spürbar zu reduzieren.

Hierzu werden jährlich Monitoring-Kurzberichte und alle drei Jahre ein zusammenfassender Monitoring-Bericht veröffentlicht. Die Berichte enthalten Aussagen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen im Land und zum Umsetzungsstand der Maßnahmen des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts (IEKK). Aktuell wird das Klimaschutzgesetz des Landes weiterentwickelt und das Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept fortgeschrieben.  

Monitoring-Kurzbericht 2018: Mehr Anstrengungen nötig

Laut aktuellem Monitoring-Kurzbericht sind die Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg von 1990 bis 2017 um 12 Prozent (= 10,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente) zurückgegangen. Die Emissionen des Verkehrssektors sind gegenüber 1990 aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens, vor allem im Güterverkehr, sogar um 13 Prozent angestiegen. Um das gesetzliche Klimaschutzziel von Minus 25 Prozent gegenüber 1990 zu erreichen, müssten bis zum Jahr 2020 weitere 11,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden.

Der Kurzbericht zeigt, dass deutlich mehr Anstrengungen nötig sind, um die Klimaschutzziele des Landes zu erreichen. In allen Sektoren sind weitere Einsparungen erforderlich: Die größte Herausforderung in Baden-Württemberg besteht darin, die Emissionen im Verkehrssektor deutlich zu reduzieren. Aber auch bei der Stromerzeugung (Steinkohle) und im Gebäudebereich (Heizung) gibt es noch große Einsparpotenziale. Positiv dagegen ist die Entwicklung in der Abfall- und Wasserwirtschaft sowie bei den energiebedingten Emissionen aus der Landwirtschaft.

In den kommenden Monaten wird es darauf ankommen, das Klimaschutzgesetz und das Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept ambitioniert weiterzuentwickeln. Darüber hinaus bedarf es entsprechender unterstützender Rahmenbedingungen und Maßnahmen auf Ebene des Bundes und der EU.

Zusammenfassender Monitoring-Bericht 2017

Der erste zusammenfassende Monitoring-Bericht wurde im September 2017 veröffentlicht. Dieser enthält zusätzlich zu den jährlichen Berichten eine Projektion zur voraussichtlichen Entwicklung der Treibhausgasemissionen bis 2020 sowie Vorschläge zur Weiterentwicklung des IEKK.

Der Landesbeirat für Nachhaltige Entwicklung hat eine Stellungnahme zu diesem umfassenden Monitoring-Bericht abgegeben. Diese Stellungnahme und der Monitoring-Bericht selbst bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Aktivitäten der Landesregierung beim Klimaschutz.