Monitoring

Grundlage für die Fortentwicklung des IEKK

Monitoring der Klimaschutzziele und der Umsetzung des IEKK

  • CO2-Icon auf einer Wolke aus grünen Blättern

    Bild: ©malp/Fotolia.com

Mit einem regelmäßigen Monitoring überprüft die Landesregierung, ob die eingeleiteten Maßnahmen zum Klimaschutz in Baden-Württemberg greifen und es gelingt die Treibhausgasemissionen spürbar zu reduzieren. Ziel des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg ist es, bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen um mindestens 25 Prozent gegenüber 1990 zu senken, bis zum Jahr 2050 sind 90 Prozent angestrebt. Dabei fordert das Klimaschutzgesetz gemäß § 9 Absatz 2 ab dem Jahr 2014 jährliche Monitoring-Kurzberichte und ab dem Jahr 2016 eine zusammenfassende Berichterstattung alle drei Jahre.

Nach den Monitoring-Kurzberichten im März 2015 und April 2016 veröffentlichte das Umweltministerium im September 2017 den ersten zusammenfassenden Monitoring-Bericht zum Klimaschutzgesetz und zum Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept Baden-Württemberg (IEKK). Dazu wurden die Berichte der zuständigen Ressorts sowie eine fachliche Datenanalyse des Öko-Instituts und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) berücksichtigt.

Aktueller Stand des IEKK

Der Monitoring-Bericht beinhaltet

  • die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg bis einschließlich 2015,
  • einen Überblick zum Umsetzungsstand der Maßnahmen des IEKK,
  • eine Projektion der Treibhausgasemissionen im Land bis 2020 und
  • unverbindliche Vorschläge zur Weiterentwicklung des IEKK.

Der Bericht belegt, dass bei fast allen 108 Maßnahmen des IEKK mit der Umsetzung begonnen wurde und diese bereits weit fortgeschritten sind. Dadurch hat das Land die Treibhausgasemissionen bereits um rund 12 Millionen Tonnen seit 1990 gesenkt. Das sind 14 Prozent.

Sein Zwischenziel, bis 2020 die Treibhausgasemissionen um 25 Prozent gegenüber 1990 zu senken, wird Baden-Württemberg aber vermutlich verfehlen. Laut Projektion der Gutachter kann es gelingen bis 2020 noch maximal rund acht Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Damit wäre im Vergleich zu 1990 eine Treibhausgasminderung von 22,7 Prozent erreicht.

Voraussetzung dafür sei, dass zum einen auf Bundesebene die bereits beschlossenen als auch die geplanten Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden und wirken. Zum anderen, dass es gelinge, die Stromerzeugungskapazität des Kernkraftwerks Philippsburg 2 möglichst CO2-neutral zu ersetzen. Das Kraftwerk geht 2019 vom Netz.

Besonders wichtig sei es für Baden-Württemberg, im Verkehrssektor eine Trendwende und deutliche reduzierte Emissionen zu erreichen. Darüber hinaus komme der zukünftigen Entwicklung der Stromerzeugung aus Steinkohle, der Emissionsreduktion im Gebäudebereich und der Industrie sowie weiteren Einsparungen in der Landwirtschaft eine herausragende Bedeutung zu.

Der Landesbeirat für Nachhaltige Entwicklung nahm zum Monitoring-Bericht Stellung. Die Stellungnahme und der Monitoring-Bericht bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Tätigkeiten im Klimaschutz, insbesondere für die Fortschreibung des IEKK. Im Juli 2017 hat das Umweltministerium den Monitoring-Kurzbericht 2017 vorgelegt.


Weitere Informationen

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