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Vereinfachung der energetischen Nachweise bei Wohngebäuden

Vor dem Hintergrund des derzeit sehr komplexen und aufwändigen Nachweisverfahrens ist auf Initiative des Landes Baden-Württemberg eine deutlich vereinfachte Nachweismethode (EnEV-easy, IBP-Bericht EnEV easy (WB 150/2009) [03/10; 3 MB]) entwickelt worden. In der novellierten EnEV 2013 wurde in Anlehnung an „EnEV-easy” ein vereinfachtes Nachweisverfahren für Wohngebäude als „Modellgebäudeverfahren“ aufgenommen (§ 3 Absatz 5).

Voraussetzung ist, dass es sich um ein nicht klimatisiertes Wohngebäude handelt. Weitere Anwendungsvoraussetzungen, Ausstattungsvarianten und energetische Kennzahlen sind in einer amtlichen Bekanntmachung veröffentlicht. Damit können für eine Vielzahl neuer Wohngebäude sowohl die Einhaltung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung vom 29. April 2009 (EnEV 2009) als auch des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes vom 7. August 2008 (EEWärmeG) schnell und einfach sichergestellt werden, ohne dass es umfangreicher Berechnungen bedarf. 

Bekanntmachung zum Modellgebäudeverfahren der EnEV 2013

Die gemeinsame Bekanntmachung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) zur Anwendung von § 3 Absatz 5 der Energieeinsparverordnung (EnEV) vom 21. Oktober 2016 wurde am 08. November 2016 im Bundesanzeiger verkündet. Auf dieser Grundlage kann bei nicht gekühlten Wohngebäuden der öffentlich-rechtliche Nachweis im Rahmen der EnEV für das ab dem 1.1.2016 geltende Anforderungsniveau mit dem Modellgebäudeverfahren geführt werden.