Rechtliche Vorgaben

Die wesentlichen Änderungen aufgrund der EnEV 2013

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die wesentlichen Änderungen der novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV 2013):

Änderungen bei Neu- und Bestandsgebäuden

  • Anhebung der energetischen Anforderungen für Neubauten ab 1.1.2016 um durchschnittlich 25 Prozent beim Jahres-Primärenergiebedarf und um durchschnittlich 20 Prozent beim Wärmeschutz der Gebäudehülle
  • Verringerung des Primärenergiefaktors für Strom, womit dem höheren Anteil an Erneuerbaren Energien im deutschen Strom-Mix Rechnung getragen wird
  • Erweiterung der Pflicht zum Austausch bestimmter alter Heizkessel für flüssige oder gasförmige Brennstoffe auf solche, die vor 1985 eingebaut wurden oder mehr als 30 Jahre alt sind
  • Entfall der bisherigen Außerbetriebnahmepflicht von elektrischen Speicherheizsystemen (unter anderem Nachtspeicheröfen)

Änderung beim Nachweis von Wohngebäuden

  • Zusätzliches, vereinfachtes Nachweisverfahren bei Wohngebäuden (Modellgebäudeverfahren), die bestimmte Voraussetzungen erfüllen; weitere Regelungen dazu erfolgen seitens des Bundes in amtlicher Bekanntmachung im Nachgang

Änderungen und Neuerungen bei Energieausweisen

  • Einführung von Effizienzklassen für Endenergie im Energieausweis für Wohngebäude
  • Modernisierungsempfehlungen sind jetzt fester Bestandteil aller neuen Energieausweise
  • Registriernummer ist für jeden neuen Energieausweis vorgeschrieben, die vom Aussteller des Ausweises bei der zuständigen Behörde zu beantragen ist
  • Angaben energetischer Kennwerte in Immobilienanzeigen bei Verkauf und Vermietung
  • Präzisierung der bestehenden Pflicht zur Vorlage des Energieausweises gegenüber potenziellen Mietern oder Käufern spätestens bei Besichtigung des Miet- oder Kaufobjekts
  • Aushändigung des Energieausweises an neuen Mieter oder Käufer unverzüglich nach Vertragsabschluss
  • Erweiterung der Pflicht zum Aushang von Energieausweisen in Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr

Änderungen beim Vollzug EnEV

  • Einführung von Registriernummern für neu ausgestellte Energieausweise und Inspektionsberichte von Klimaanlagen
  • Einführung von Stichprobenkontrollen für Energieausweise und Inspektionsberichte von Klimaanlagen mit dreistufigem Kontrollsystem: Soweit die Kontrolle elektronisch durchgeführt werden kann (insbesondere Plausibilitätsprüfung), wird dies zentral seitens des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) durchgeführt. Die tiefergehenden Prüfungen erfolgen durch die Bundesländer, die dazu Reglungen in ihrer EnEV-Durchführungsverordnung treffen.
  • Erweiterung der Ordnungswidrigkeiten auch auf Nichteinhaltung der Nachrüstpflichten (Dämmung von Leitungen und obersten Geschossdecken, Außerbetriebnahme alter Heizkessel)