Leitstern Energieeffizienz – Wettbewerb 2016

Indikatoren

Um die Stadt- und Landkreise miteinander zu vergleichen, hat das ZSW ein Indikatoren-System entwickelt. Die Indikatoren basieren auf amtlichen Daten der Statistik sowie auf Auswertungen von Bundes- und Landesförderprogrammen im Bereich Energieeffizienz, die die Stadt- und Landkreise in Anspruch genommen haben. Als zentrale Datenquelle diente darüber hinaus ein an die Kreise versandter Fragebogen.

Input-Indikatoren

Für den Bereich der Input-Indikatoren (Anstrengungen und Aktivitäten) wurden die Einzelindikatoren Programmatik (Wärme/Strom und Verkehr), Effizienzziele, Energieberichte, Energieagenturen sowie Vorbildfunktion herangezogen. Dies erfolgte auf Basis der Fragebögen und begleitender Internetrecherchen des ZSW. Zur Bewertung wurden nach definierten Kriterien jeweils 0 bis 5 Punkte für den jeweiligen Indikator vergeben.

Output-Indikatoren

Die Output-Indikatoren (messbare Erfolge) umfassen den Energiebedarf der kreiseigenen Liegenschaften (Wärme und Strom), die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch der Industrie, die installierte Leistung von KWK-Anlagen, Verkehrsindikatoren, z. B. Ausgaben für ÖPNV und Schülerverkehr oder Veränderung der ÖPNV-Jahresfahrleistung, und die in Anspruch genommenen Förderprogramme des Bundes und des Landes im Effizienzbereich (u. a. Energieberatungen, Klimaschutz-Plus sowie L-Bank).

Um einen diskriminierungsfreien Vergleich der Kreise bei den Output-Indikatoren zu gewährleisten, wurden jedem Einzelindikator jeweils geeignete Bezugsgrößen zugeordnet. So wird beispielsweise den Angaben zum Endenergieverbrauch der kreiseigenen Liegenschaften zur Wärmebereitstellung die Bruttogeschossfläche der Liegenschaften zugeordnet. Die Dimension des Indikators ist somit kWh/m². Ein weiteres Beispiel ist der Stromverbrauch in der Industrie; diesem wird die Bruttowertschöpfung der Industrie zugeordnet. Die Dimension des Indikators ist folglich MWh/Mio. €.

Normierung der Einzelindikatoren

Um einen Vergleich der verschiedenen Indikatoren, die größtenteils in unterschiedlichen Dimensionen vorliegen, zu ermöglichen und nicht „Äpfel mit Birnen“ zu vergleichen, ist eine Normierung der Einzelindikatoren auf einen Wertebereich von 0 bis 1 erforderlich. Die Ergebnisse spiegeln somit einen relativen Vergleich des jeweils Besten mit dem jeweiligen Schlusslicht innerhalb eines Indikators wider.

Ermittlung des Gesamtergebnisses

Nach der Normierung wurden zunächst unter Anwendung von robusten Gewichtungsfaktoren Untergruppen aus den Output-Einzelindikatoren gebildet. Anschließend wurden diese mit einer jeweiligen Gewichtung zum Gruppenindikator im Output-Bereich zusammengefasst. Das analoge Vorgehen wurde bei den Input-Indikatoren zur Ermittlung des Gruppenindikators angewandt. Durch eine weitere Gruppierung wurde schließlich das Gesamtergebnis ermittelt.