Förderprogramm PV-Batteriespeicher

Förderprogramm

Netzdienliche PV-Batteriespeicher

Mit dem Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ wollen wir den Bau von zusätzlichen Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) anreizen und die Belastung der Verteilnetze senken.

Was fördern wir?

  • Wir fördern die Investition in einen stationären, netzdienlichen Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden, an das Verteilnetz angeschlossenen PV-Anlage.

    Es werden sowohl „Heimspeicher“ in Verbindung mit einer PV-Anlage mit bis zu 30 Kilowatt Peak (kWp) Leistung als auch „Gewerbespeicher“ in Verbindung mit einer PV-Anlage mit mehr als 30 kWp Leistung gefördert.

    Für jede PV-Anlage ist die Anzahl der förderfähigen Batteriespeicher auf ein System begrenzt. Es werden nur stationäre Batteriespeichersysteme in Baden-Württemberg gefördert. Sie sind mindestens fünf Jahre zweckentsprechend zu betreiben. Auch die PV-Anlage, die zusammen mit dem Batteriespeicher betrieben wird, muss in Baden-Württemberg errichtet werden.

Wen fördern wir?

  • Zuwendungsberechtigt sind

    • natürliche Personen,
    • rechtsfähige Personengesellschaften,
    • juristische Personen des privaten Rechts und
    • juristische Personen des öffentlichen Rechts (insbesondere Kommunen, Gemeindeverbände, Zweckverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts),

    die den mit einer PV-Anlage erzeugten Strom oder einen Teil davon einspeisen.

Wie fördern wir?

  • Die Förderung wird pro Batteriespeicher in Euro je Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Speicherkapazität des Batteriespeichers als Investitionszuschuss gewährt, ist jedoch auf maximal 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten des Batteriespeichersystems begrenzt. Die Investitionen in eine PV-Anlage werden hierbei nicht berücksichtigt.

Wie hoch ist die Förderung?

  • Speicher mit PV-Anlage mit bis zu 30 kWp:

    • 2018: 300 Euro/kWh, minimale Förderhöhe: 600 Euro, maximale Förderhöhe: 7.500 Euro
    • 2019: 200 Euro/kWh, minimale Förderhöhe: 400 Euro, maximale Förderhöhe: 5.000 Euro

    Speicher mit PV-Anlage mit mehr als 30 kWp:

    • 2018: 400 Euro/kWh, minimale Förderhöhe: 7.500 Euro, maximale Förderhöhe: 60.000 Euro
    • 2019: 300 Euro/kWh, minimale Förderhöhe: 5.000 Euro, maximale Förderhöhe: 45.000 Euro

    Bonus

    Darüber hinaus kann ein Bonus in Höhe von 250 Euro je Batteriespeicher gewährt werden, sofern der Speicher beziehungsweise das Energiemanagementsystem über eine prognosebasierte Betriebsstrategie (Erzeugungs- und/oder Verbrauchsprognosen) verfügt. Die Anforderung der prognosebasierten Betriebsweise zur Inanspruchnahme des Bonus ist durch eine Händler- oder Herstellererklärung nachzuweisen.

Was sind die Anforderungen?

  • Mindestinstallationsverhältnis

    Die Förderung kann nur gewährt werden, wenn das Verhältnis von Nennleistung der PV-Anlage zur nutzbaren Speicherkapazität mindestens 1,2 kWp je 1 kWh beträgt.

    Technische Anforderungen

    1. Die maximale Leistungsabgabe der PV-Anlage am Netzanschlusspunkt beträgt
      a) bei PV-Anlagen mit bis zu 30 kWp Leistung 50 Prozent,
      b) bei PV-Anlagen mit mehr als 30 kWp Leistung 60 Prozent
      der installierten Leistung der PV-Anlage. Die Verpflichtung zur Leistungsbegrenzung besteht dauerhaft für die gesamte Lebensdauer der PV-Anlage, mindestens aber für 20 Jahre, und erstreckt sich damit auch auf einen eventuellen Weiterbetrieb der PV-Anlage nach Außerbetriebnahme des Speichersystems. Dem Netzbetreiber ist die Möglichkeit der Überprüfung der Leistungsbegrenzung auf seine Kosten zu ermöglichen.
    2. Die Wechselrichter der im Rahmen dieser Bekanntmachung geförderten Systeme verfügen
      a) über eine geeignete elektronische und offen gelegte Schnittstelle zur Fernparametrierung, durch die eine Neueinstellung der Kennlinien für die Wirk- und Blindleistung in Abhängigkeit von den Netzparametern Spannung und Frequenz bei Bedarf möglich ist und
      b) über eine geeignete und offen gelegte Schnittstelle zur Fernsteuerung.
      Ein Eingriff in das System des Anlagenbetreibers über diese Schnittstellen bedarf seiner Zustimmung.
    3. Die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme existierenden gültigen Anwendungsregeln und Netzanschlussrichtlinien für Batteriespeicher sind durch die geförderten Anlagen einzuhalten. Hierzu gehört die VDE-AR-N 4105 („Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“) mit den Ergänzungen und Hinweisen des VDE FNN bezüglich Speicher, insbesondere der FNN-Hinweis „Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz“.
    4. Die elektronischen Schnittstellen des Batteriemanagementsystems und die verwendeten Protokolle sind zum Zweck der Kompatibilität mit Austauschbatterien des gleichen oder anderer Hersteller offenzulegen.
    5. Für die Batterien des Batteriespeichersystems liegt eine Zeitwertersatzgarantie für einen Zeitraum von zehn Jahren vor. Hierbei wird bei Defekt der Batterien der Zeitwert der Batterien ersetzt. Der Zeitwert berechnet sich anhand einer über den Zeitraum von zehn Jahren beginnend mit dem Tag der Inbetriebnahme linear angenommenen jährlichen Abschreibung. Die Zeitwertersatzgarantie ist vom Verkäufer dem Käufer des Batteriesystems gegenüber zu garantieren oder über eine geeignete Versicherungslösung, deren Kosten der Verkäufer trägt, zu gewährleisten. Weitergehende Garantieerklärungen der Zwischenhändler beziehungsweise Hersteller können abgegeben werden.
    6. Der sichere Betrieb des Batteriespeichersystems und der Batterie ist durch die Einhaltung entsprechender Normen zu gewährleisten. Die fachgerechte und sichere Inbetriebnahme ist durch eine geeignete Fachkraft zu bestätigen und nachzuweisen. Darüber hinaus wird dem Antragsteller empfohlen, versicherungsrechtliche Konsequenzen zu prüfen.

Wie erfolgt die Antragstellung?

  • Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank (L-Bank) mit der Abwicklung der Förderung beauftragt.

    Der vollständig ausgefüllte und unterschriebene Antrag sowie die erforderlichen Anlagen sind schriftlich bei der L-Bank, Bereich Finanzhilfen, Schlossplatz 10, 76113 Karlsruhe oder elektronisch unter der E-Mail-Adresse pv-speicher@l-bank.de einzureichen. Hierfür ist das online bereitgestellte Antragsformular bei der L-Bank zu verwenden.

    Zuwendungen werden nur für Maßnahmen bewilligt, die noch nicht begonnen worden sind. Ein Vorhaben gilt als begonnen, sobald dafür erste rechtsverbindliche Verpflichtungen, insbesondere aufgrund entsprechender Lieferungs- oder Leistungsverträge, eingegangen sind.

Wann erfolgt die Auszahlung?

  • Das bewilligte Projekt ist binnen neun Monaten umzusetzen. Die Auszahlung der Zuwendung erfolgt in einer Summe nach Vorlage und Prüfung des Verwendungsnachweises. Hierfür ist das bei der L-Bank bereitgestellte Verwendungsnachweisformular zu verwenden und bei der L-Bank, Bereich Finanzhilfen, Schlossplatz 10, 76113 Karlsruhe schriftlich oder unter der E-Mail-Adresse pv-speicher@l-bank.de elektronisch einzureichen.

Wo finde ich weitere Informationen und Antragsunterlagen?

  • Informationen zum Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ sowie Anträge und Förderbedingungen finden Sie unter www.l-bank.de/pv-speicher.

    Fragen zur Antragstellung richten Sie bitte an die L-Bank:

    pv-speicher@l-bank.de

    0721 150-1316 (werktags: 8-16 Uhr)

Kombinierbarkeit mit KfW-Förderprogramm „Erneuerbare Energien – Speicher (275)“

  • Die Förderung eines Vorhabens oder von Teilen eines Vorhabens kann mit anderen öffentlichen Förderungen kumuliert werden (zum Beispiel KfW-Förderung „Erneuerbare Energien – Speicher“ des Bundes).

    Erfolgt eine Förderung im Rahmen des KfW-Förderprogramms „Erneuerbare Energien – Speicher“ oder ist diese beantragt, darf die Fördersumme aus Tilgungszuschuss der KfW-Förderung und Zuschuss dieses Förderprogramms die Nettoinvestitionskosten des Batteriespeichersystems nicht überschreiten. Weiterhin ist der Zuschuss aus diesem Förderprogramm auf die Höhe des Tilgungszuschusses im Rahmen des KfW-Programms „Erneuerbare Energien – Speicher“ begrenzt.

Speichermonitoring BW

  • Das Förderprogramm wird von einem wissenschaftlichen Monitoringprogramm der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen begleitet.

    Die Antragstellerin oder der Antragsteller verpflichten sich, an dem Monitoring für die geförderten Batteriespeichersysteme mitzuwirken. Dazu muss er das kombinierte Batteriespeicher-Photovoltaikanlagensystem im Rahmen der Inbetriebnahme bei einem Monitoring-Portal registrieren und der RWTH Aachen ausschließlich zum Zweck der anonymisierten wissenschaftlichen Analyse notwendige Daten der Nutzung des kombinierten Batteriespeicher-Photovoltaiksystems zur Verfügung stellen.

    Der Nachweis der Registrierung ist mit dem Verwendungsnachweises bei der L-Bank einzureichen.


Zum Herunterladen

VwV „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“

[02/18; 94 KB]


Faltblatt Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“

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