Fragen und Antworten

Welche Konflikte mit Übungsstrecken der Bundeswehr gibt es? Wie können diese ermittelt und damit auf der Ebene der Planung berücksichtigt werden?

In der Praxis können sich Konflikte der Windenergienutzung mit militärischen Übungsstrecken nur noch im Bereich der Hubschraubertiefflüge ergeben, da die Bundeswehr für die Tiefflugstrecken der strahlgetriebenen Kampfflugzeuge bereits im Juni 2012 eine bundesweite bedarfsabhängige Anhebung der Untergrenze des Nachttiefflugsystems um circa 100 Meter umgesetzt hat. Damit sind in Bezug auf die Jetflugzeuge zahlreiche Bauhöhenbeschränkungen für Windenergieanlagen bis zu einer Höhe von 213 Meter über Grund entfallen.

Maßgebliche Routen von Hubschraubertiefflugstrecken einsehen

Im Bereich der Hubschrauber(nacht-)tiefflugstrecken wird dagegen bundesweit grundsätzlich an einem Sicherheitskorridor mit einer Breite von insgesamt 3 Kilometer festgehalten. Aufgrund der Bedeutung des Ausbaus der Windenergie wurden jedoch auch im Bereich der Hubschraubertiefflugstrecken sämtliche Übungsstrecken anhand eines bundesweiten Kriterienkatalogs aktuell überprüft und teilweise angepasst. Planungsträger können die in Baden-Württemberg maßgeblichen Routen in Niederstetten und Laupheim bei den betroffenen Landkreisen (Neckar-Odenwald-Kreis, Main-Tauber-Kreis, Schwäbisch-Hall, Hohenlohekreis, Heilbronn; Reutlingen, Biberach und Alb-Donau-Kreis) sowie dem Kompetenzzentrum Windenergie der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg einsehen, um etwaige Konfliktlagen frühzeitig zu berücksichtigen. Eine Veröffentlichung der Hubschraubertiefflugstrecken ist aus Gründen der Sicherheit nicht möglich.

Ansprechpartner

Im Planungsverfahren werden die militärischen Belange (Übungsräume und –strecken, Radaranlagen) im Rahmen der Anhörung der Träger öffentlicher Belange zentral beim Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), Referat Infra I 3, in Bonn wahrgenommen. Informelle Voranfragen für beispielsweise Windenergieanlagen oder Maststandorte als Luftfahrthindernisse werden für die gesamte Bundeswehr ebenfalls zentral beim Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), Referat Infra I 3, in Bonn bearbeitet. Weitere Informationen zu informellen Voranfragen sind auf der Internetseite der Bundeswehr zu finden.

Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und
Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw)
Referat Infra I 3
Postfach 29 63
53019 Bonn
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Kompetenzzentrum Windenergie bei der Landesanstalt für Umwelt (LUBW)
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