Solarthermie

Voraussetzungen und Energiepotenzial

Die Nutzung von Sonnenenergie ist in Deutschland kaum von der geographischen Lage abhängig. Mit Hilfe von Solarthermie können in Deutschland je Quadratmeter Kollektorfläche jährlich circa 400 bis 550 Kilowattstunden an Sonnenwärme gewonnen werden. Dies entspricht in etwa dem Heizwert von 50 Litern Öl.

Ungefähr dreiviertel der Solareinstrahlung entfallen auf das Sommerhalbjahr von April bis September. Da der Warmwasserbedarf eines Haushaltes sich in etwa gleichmäßig über das Jahr verteilt, ist die Übereinstimmung zwischen Energiebedarf und solarem Angebot größer als zum Beispiel bei der Solarenergienutzung zu Heizzwecken.

Eine typische Dimensionierung einer Solaranlage zur Brauchwassererwärmung für einen 4-Personen-Haushalt liegt bei etwa sechs Quadratmeter Flachkollektoren mit einem 300-Liter-Speicher. Hierbei lassen sich etwa 50 bis 65 Prozent am jährlichen Energieverbrauch durch Warmwasser einsparen. Dabei werden pro Jahr etwa 900 Kilogramm Kohlendioxid vermieden. Kombianlagen zur Raumheizungsunterstützung können bei einem typischen Einfamilienhaus den Gesamtwärmebedarf um circa 20 Prozent verringern.

Speziell für Freibäder ist die Beckenwassererwärmung sehr interessant, da hier die Übereinstimmung von Energiebedarf und solarem Angebot besonders groß ist. Dadurch ist es besonders wirtschaftlich, Solarthermie für die Heizung einzusetzen.