Photovoltaik

Voraussetzungen und Energiepotenzial

Die Grundvoraussetzungen für die Installation einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) sind viel Licht und möglichst kein Schatten durch Bäume oder Nachbarhäuser. Optimal ist eine nach Süden zeigende Fläche mit einer Neigung von ca. 30 Grad. Eine Ausrichtung nach Südwest beziehungsweise Südost oder eine Neigung zwischen 20 und 50 Grad schmälern die Energieausbeute aber nicht wesentlich.

Die Größe einer netzgekoppelten Anlage hängt von der Fläche des Daches und der Investitionsbereitschaft ab. Ein typisches Einfamilienhaus mit Satteldach (First von Ost nach West) hat eine in Südausrichtung verfügbare Fläche von circa 50 Quadratmetern: Platz genug für beispielsweise eine PV-Anlage mit 5 Kilowatt, die rund 35 Quadratmeter benötigt.

Mit ca. 4.500 Kilowattstunden pro Jahr liefert diese Anlage schon so viel elektrische Energie ins Netz, wie ein 4 bis 5 Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Elektrizitätsbedarf im Jahr verbraucht . Die Stromproduktion ist allerdings wetterabhängig und im sonnenarmen Winterhalbjahr bedeutend kleiner als im Sommer.

Auf Basis der Einspeisevergütung und unter Voraussetzung einer 20-jährigen Nutzungsdauer lassen sich mit einer solchen Anlage auf dem Eigenheim auch Gewinne erzielen. Der Ertrag pro Jahr liegt in der Größenordnung von circa 550 Euro; wird rund 30 Prozent des Stroms selbst genutzt, beträgt er sogar etwa 800 Euro (Stand 2017).

Photovoltaik-Anlagen arbeiten nicht nur völlig geräuschlos, sondern auch weitgehend wartungsfrei. Moderne Wechselrichter sind in der Regel sehr langlebig und sorgen immer für den optimalen Betriebszustand. Da Photovoltaikanlagen keine beweglichen Teile haben, unterliegen sie keinem mechanischen Verschleiß. Viele Modulhersteller geben langfristige Leistungsgarantien bis zu 20 Jahren und mehr.