Strom, Heizung und Kraftstoff

Entwicklung der Energiepreise im Jahr 2020

Stromzähler

Die Pandemie hat die Nachfrage nach Energie im vergangenen Jahr einbrechen lassen. Das hat dazu geführt, dass die Preise für alle Energieträger in 2020 deutlich gesunken sind. Zu diesem Ergebnis kommt der „Preisbericht für den Energiemarkt in Baden-Württemberg 2020“ des Leipziger Instituts für Energie, der im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg erstellt wurde.

Einzelne Ergebnisse im Überblick

Prognose

Das Leipziger Institut für Energie geht in seiner Prognose von einer raschen Erholung der Energiemärkte und -preise aus. Den Berechnungen legt der Bericht das Basisjahr 2019 zugrunde, um so Sondereffekte und Verzerrungen durch die Corona-Pandemie zu vermeiden.

Nach Erwartungen der Expertinnen und Experten wird der Rohölpreis bis zum Jahr 2027 unter dem Preisniveau von 2019 liegen. Aber angesichts des steigenden CO2-Preis müssen sich die Endverbraucherinnen und Endverbraucher auf höhere Preise für Heizöl und Kraftstoffe einstellen. So könnte der Preis für leichtes (nicht-gewerbliches) Heizöl bis 2027 auf 67,6 Euro pro 100 Liter steigen. Für einen Liter Superbenzin ist ein Anstieg von rund 10 Prozent (1,44 Euro pro Liter) im Vergleich zu 2019 prognostiziert. Auch beim Gaspreis rechnet das Leipziger Institut für Energie bis 2027 mit höheren Preisen als heute.

Der Börsenstrompreis könnte laut den Prognosen des Leipziger Instituts für Energie bis 2027 um rund 32 Prozent höher als im Jahre 2019 liegen. Die privaten Haushalte müssten dann in Baden-Württemberg mit einem Preisanstieg auf 36 Cent pro Kilowattstunde rechnen (2020: 31,39 Cent pro Kilowattstunde). Bei den Berechnungen wird die EEG-Umlage ab 2022 mit 6,0 Cent pro Kilowattstunde als konstant angenommen.