Bund- und Landesförderung

Fördermöglichkeiten

Euromünzen, Geldscheine und Taschenrechner

Die Einführung von Energiemanagementsystemen bezuschussen Bund und Land mit bis zu 75 Prozent. Förderfähig sind Kosten für

  • die fachliche Anleitung und Begleitung des Prozesses zur Zertifizierung eines Energiemanagementsystems nach dem Qualitätsstandard „kom.EMS“
  • externe fachliche Unterstützung zur Einführung eines Energiemanagementsystems
  • Beschaffung und Installation erforderlicher Messeinrichtungen und Verbrauchszähler
  • Beschaffung und Implementierung einschlägiger Energiemanagement-Software
  • die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50.001

Klimaschutz-Plus: Land fördert Energiemanagement bei KMU, Kommunen, Kirchen und Vereinen

Seit 2016 unterstützt das Umweltministerium Baden-Württemberg in seinem seit langem bewährten Förderprogramm Klimaschutz-Plus die Einführung von Energiemanagement, ergänzend zur Bundesförderung.

Kleine und mittlere Unternehmen können Landeszuschüsse erhalten. Kommunen werden vom Bund gefördert und können für bestimmte Coaching-Tätigkeiten Zuschüsse beantragen. Die Antragstellung muss vor Beginn der Maßnahme erfolgen.

Gefördert in Klimaschutz-Plus werden:

  • Beratung und Begleitung zur Einführung eines Energiemanagements: 75 Prozent des Tagessatzes des externen Beraters, maximal 600 Euro pro Arbeitstag, für mindestens fünf, höchstens zwölf Arbeitstage pro Jahr für längstens drei Jahre; Beratertage können gegebenenfalls flexibel auf die Jahre aufgeteilt werden
  • Beschaffung von Verbrauchszählern und Messeinrichtungen inklusive Einbau und Aufschaltung: 75 Prozent der Ausgaben, maximal 5.000 Euro
  • Beschaffung und Installation von Energiemanagement-Software: 75 Prozent der Ausgaben, maximal 5.000 Euro, Lizenzlösungen gemeinsam mit anderen Kommunen sind möglich
  • Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001: 75 Prozent der Ausgaben, maximal 3.000 Euro

Antragsberechtigt sind:

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
  • mehrheitlich kommunale Unternehmen, sofern sie die Kriterien für KMU erfüllen – mit Ausnahme des kommunalen Anteils von weniger als 25 Prozent
  • Träger von Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen, stationären Einrichtungen nach Paragraf 3 Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz (WTPG) und Studentenwohnheimen, auch wenn sie das KMU-Kriterium (bis 250 Mitarbeitende, bis 50 Millionen Euro Umsatz) nicht erfüllen.
  • auf Grund eines Landesgesetzes eingerichtete Körperschaften, Personenvereinigungen oder Vermögensmassen des öffentlichen Rechts
  • Kirchengemeinden, Seelsorgeeinheiten und kirchlichen Einrichtungen
  • eingetragene gemeinnützige Vereinen im Sinne der Paragrafen 52 bis 55 der Abgabenordnung
  • gemeinnützige Stiftungen

Ebenfalls in Klimaschutz-Plus gefördert werden:

  • die fachliche Anleitung und Begleitung des Prozesses zur Zertifizierung eines Energiemanagementsystems nach dem Qualitätsstandard „kom.EMS“: Die Anteilsfinanzierung in Form eines Zuschusses beträgt 75 Prozent des Tagessatzes des externen Beraters. Die Fördergrenze liegt bei 600 Euro pro Arbeitstag.

Antragsberechtigt sind:

  • Kommunen (Städte, Gemeinden, Stadt- und Landkreise) und Zusammenschlüsse, an denen ausschließlich Kommunen beteiligt sind

Bundesförderprogramm für Energiemanagementsysteme von Unternehmen

Kommunen können eine Förderung im Rahmen der Kommunalrichtlinie des Bundes erhalten. Für Unternehmen bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Zuschüsse für die Einrichtung oder Anwendung von Soft- und Hardware für Energie- oder Umweltmanagementsysteme. Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle Unternehmen (rechtlich selbstständige Einheiten mit wirtschaftlicher Betätigung) mit Sitz oder Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland.