Energieeffiziente Wärmenetze

Förderprogramm

Energieeffiziente Wärmenetze

Der Wärmemarkt hat mit rund 50 Prozent den größten Anteil am Endenergieverbrauch und bietet damit großes Potenzial, CO2-Emissionen zu reduzieren. Um die Energiewende im Wärmesektor voranzubringen und die Wärmeversorgung spätestens bis zum Jahr 2050 nahezu klimaneutral zu gestalten, muss der Wärmebedarf vor allem von Gebäuden konsequent reduziert und der verbleibende Restwärmebedarf vornehmlich auf Basis erneuerbarer Energien gedeckt werden. Vor diesem Hintergrund unterstützt die Landesregierung den Ausbau energieeffizienter Wärmenetze und setzt damit wichtige Maßnahmen des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts Baden-Württemberg sowie des Landeskonzepts Kraft-Wärme-Kopplung um. Denn Wärmenetze ermöglichen es, erneuerbare Energien, hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung und Abwärme möglichst effizient zu nutzen.

Mit dem breit angelegten Förderprogramm energieeffiziente Wärmenetze sollen nicht nur der Bau und die Erweiterung von Wärmenetzen, sondern auch die Erstellung von Wärmeplänen als Grundlage für Wärmenetze gefördert werden. Zudem sollen gezielt auch Beratungs- und Informationsmaßnahmen im Vorfeld zu einer Investition unterstützt werden, um Akteure vor Ort zur Umsetzung von Wärmenetzen zu motivieren.

Das Förderprogramm energieeffiziente Wärmenetze umfasst drei verschiedene Förderbausteine:

Förderbaustein 1 für kommunale Wärmepläne Förderbaustein 1

  • Förderung von Klimaschutzteilkonzepten mit Schwerpunkt auf integrierter Wärmenutzung und gegebenenfalls zusätzlich auf erneuerbaren Energien

    (nach Ziffer III. 3 h) und g) der Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit)

    Was wird gefördert?
    Das Land fördert das Erstellen von Wärmeplänen, indem es die vom Bund mit 50 Prozent geförderten kommunalen Klimaschutzteilkonzepte mit einem weiteren Zuschuss von bis zu 20 Prozent der Kosten (Ziffer 3 VwV energieeffiziente Wärmenetze) unterstützt. Der Schwerpunkt der kommunalen Klimaschutzteilkonzepte liegt dabei auf integrierter Wärmenutzung und gegebenenfalls zusätzlich auf erneuerbaren Energien.

    Wer wird gefördert?
    Das Programm richtet sich an Kommunen (Städte, Gemeinden und Landkreise) und Zusammenschlüsse, an denen ausschließlich Kommunen beteiligt sind bzw. Betriebe, Unternehmen und sonstige Einrichtungen, die vollständig in kommunaler Trägerschaft stehen.

    Wie wird gefördert?
    Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses in Höhe von bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Zusammen mit der Bundesförderung kann insgesamt ein Zuschuss in Höhe von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten gegeben werden.

    Information zur Bewerbung
    Anträge auf den zusätzlichen Landeszuschuss sind, wie im Fall der Bundesförderung, direkt an den zuständigen Projektträger Jülich zu richten:

    Projektträger Jülich (PtJ)
    Forschungszentrum Jülich GmbH
    Geschäftsbereich Klima (KLI)
    Zimmerstraße 26 – 27
    10969 Berlin

    030 20199-577

    030 20199-3100

    ptj-ksi@fz-juelich.de 

    www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen 

Förderbaustein 2 für Beratungsinitiativen – Ausschreibung beendet Förderbaustein 2 – Ausschreibung beendet

  • Förderung von Initiativen zum Ausbau energieeffizienter Wärmenetze

    Die Ausschreibung zum Förderbaustein 2 ist beendet. In fast allen Regionen des Landes haben die Beratungs- und Netzwerkinitiativen ihre Arbeit aufgenommen, die vom Umweltministerium gefördert werden. Die Initiativen greifen das Thema energieeffiziente Wärmenetze in ihrer jeweiligen Region proaktiv auf, informieren Kommunen und die Öffentlichkeit und machen konkrete fachlich-konzeptionelle Vorschläge zur Umsetzung von lokalen Wärmenetzen in Kommunen (Ziffer 4 VwV energieeffiziente Wärmenetze).

    Interessierte Kommunen und sonstige Akteure können sich mit Fragen zum Wärmenetzausbau an die Ansprechpartner in den jeweiligen Regionen wenden. Hier die geförderten Projekte und Ansprechpartner:

    Schwarzwald-Baar-Heuberg
    Koordination: Bodensee-Stiftung
    Weitere Beteiligte: Energieagentur Landkreis Tuttlingen gGmbH, Energieagentur Landkreis Rottweil, Energieagentur Schwarzwald-Baar-Kreis, Energieagentur Regio Freiburg, Naturpark Südschwarzwald

    Nordschwarzwald
    Koordination: Energieagentur Regio Freiburg GmbH
    Weitere Beteiligte: Clean Energy GmbH, Bodensee-Stiftung

    Neckar-Alb
    Koordination: Agentur für Klimaschutz Kreis Tübingen gGmbH
    Weitere Beteiligte: Klimaschutzagentur Kreis Reutlingen gGmbH, Energieagentur Zollernalb

    Bodensee-Oberschwaben und Donau-Iller (nur Landkreis Biberach)
    Koordination: Energieagentur Oberschwaben

    Südlicher Oberrhein
    Koordination: Energieagentur Regio Freiburg GmbH
    Weitere Beteiligte: Ortenauer Energieagentur

    Hochrhein-Bodensee
    Koordination: Energieagentur Landkreis Lörrach
    Weitere Beteiligte: Bodensee-Stiftung, Energieagentur Kreis Konstanz, Energieagentur Regio Freiburg GmbH

    Heilbronn-Franken
    Koordination: Energieagentur Main-Tauber-Kreis GmbH
    Weitere Beteiligte: Energiezentrum Wolpertshausen, Stabsstelle Ressourcenwirtschaft und Klimaschutz Hohenlohekreis

    Rhein-Neckar
    Koordinator: KliBa - Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Rhein-Neckar-Kreis
    Weitere Beteiligte: Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis

    Mittlerer Oberrhein
    Koordinator: Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe
    Weitere Beteiligte: Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur

    Stuttgart
    Koordinator: Energieagentur Kreis Böblingen
    Weitere Beteiligte: Energieagentur Göppingen, Energieagentur Rems-Murr, Ludwigsburger Energieagentur

    Für übergeordnete Fragestellungen steht zusätzlich für das ganze Land das Kompetenzzentrum Wärmenetze an der Klima- und Energieagentur Baden-Württemberg zur Verfügung.

Förderbaustein 3 für Investitionen in Wärmenetze Förderbaustein 3

  • Investitionsförderung zur Errichtung oder Erweiterung von energieeffizienten Wärmenetzen

     

    Was wird gefördert?
    Gefördert werden Investitionen in energieeffiziente Wärmenetze unter Nutzung von erneuerbaren Energien, industrieller Abwärme und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung. Bei Erfüllung spezieller Anforderungen können neben der Basisförderung zusätzliche Boni gewährt werden (Ziffer 5 VwV energieeffiziente Wärmenetze).

    Wer wird gefördert?
    Der Förderbaustein richtet sich sowohl an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie sonstige natürliche Personen, rechtsfähige Personengesellschaften und juristische Personen des privaten Rechts als auch an Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise), Gemeindeverbände, Zweckverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie Eigengesellschaften kommunaler Gebietskörperschaften.

    Wie wird gefördert?
    Die Förderung erfolgt in Form eines mit den Bundesprogrammen kumulierbaren Zuschusses von bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten und maximal bis zu 200 000 Euro. Über zusätzliche Boni kann der Höchstbetrag von 200 000 Euro auf maximal bis zu 400 000 Euro der förderfähigen Kosten pro Investitionsvorhaben erhöht werden.

    Information zur Bewerbung
    Anträge sind unter Verwendung des Antragsformulars zu richten an:

    Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
    Projektträger Karlsruhe – Baden-Württemberg Programme (PTKA-BWP)
    Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
    76344 Eggenstein-Leopoldshafen

    0721 608-25191

    bwp@ptka.kit.edu 

    www.ptka.kit.edu/bwp/index.php 


Aktuelles

Antragsende

Bitte reichen Sie Ihre Anträge bis Freitag, 1. Dezember 2017, beim Projektträger Karlsruhe (PTKA) Baden-Württemberg Programme ein.Zum PTKA

Weitere Informationen

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Kraft-Wärme-Kopplung

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