Biosphärengebiete

Innovative Modellregionen

Biosphärengebiete

  • Biosphärengebiet Schwäbische Alb © Katrin Stöhle

    Biosphärenreservate sollen nicht nur die biologische Vielfalt schützen, sondern auch die ökonomischen und sozialen Lebensbedingungen der Menschen verbessern, so z. B. nachhaltigen Tourismus anregen und regionale Wirtschaftskreisläufe ankurbeln.
    Quelle: Katrin Stöhle

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  • Biosphärengebiet Schwarzwald: Blick nach Schönau (Bild: Hansen/Regierungspräsidium Freiburg)

    Biosphärengebiet Schwarzwald: Blick nach Schönau
    Quelle: Hansen/Regierungspräsidium Freiburg

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Biosphärengebiete umfassen großräumige Kulturlandschaften mit charakteristischer und reicher Naturausstattung, die zu erhalten, zu fördern und zu entwickeln sind. Biosphärengebiete sind Modellregionen, in denen aufgezeigt wird, wie sich Aktivitäten im Bereich der Wirtschaft, der Siedlungstätigkeit und des Tourismus zusammen mit den Belangen von Natur und Umwelt gemeinsam innovativ fortentwickeln können.

Biosphärengebiete gliedern sich in Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen. Kernzonen sollen sich vom Menschen möglichst unbeeinflusst entwickeln und haben einen ähnlichen Status wie Naturschutzgebiete. Die Pflegezonen sollen überwiegend wie Natur- oder Landschaftsschutzgebiete geschützt werden. In den Entwicklungszonen soll eine vorbildliche ökologisch ausgerichtete Wirtschaftsentwicklung unterstützt werden. Biosphärengebiete weist das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft per Rechtsverordnung aus.

Biosphärengebiet Schwarzwald

Seit 1. Februar 2016 ist Baden-Württemberg um ein weiteres Schutzgebiet reicher: das Biosphärengebiet Schwarzwald. Die Region stellt mit ihren großflächigen, extensiv genutzten Weidfeldern, ihrer großen Vielfalt an Sonderstandorten wie Lawinenbahnen, Mooren, Felsen und Blockhalden, den standörtlich und nutzungsbedingt unterschiedlichen Wäldern sowie den zahlreichen Fließgewässern eine einzigartige Kulturlandschaft dar.

29 Gemeinden mit einer Gesamtfläche von rund 63.000 Hektar im Regierungsbezirk Freiburg haben ihr klares Votum für das Biosphärengebiet Schwarzwald abgegeben. Es handelt sich um ein Projekt der Region, das durch das Land wie beim Biosphärengebiet Schwäbische Alb die bestmögliche Unterstützung erfährt.

Ein Antrag, das Biosphärengebiet Schwarzwald international als UNESCO-Biosphärenreservat anzuerkennen, wurde am 29.07.2016 vom Umweltministerium, Regierungspräsidium Freiburg und beteiligten Kommunen und Kreise unterzeichnet. Am 14.06.2017 erkannte die UNESCO das Biosphärengebiet Schwarzwald offiziell als Biosphärenreservat an.

Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Ein weiteres Biosphärengebiet in Baden-Württemberg liegt seit März 2008 auf der Schwäbischen Alb. Das Schutzgebiet erstreckt sich auf 29 Gemeinden und den gemeindefreien ehemaligen Gutsbezirk Münsingen in drei Landkreisen und zwei Regierungsbezirken auf einer Fläche von 85.269 Hektar. Die Kernzone umfasst 2.645 Hektar (3,1 Prozent, davon 1.000 Hektar kommunaler Wald), die Pflegezone 35.410 Hektar (41,5 Prozent), die Entwicklungszone 47.214 Hektar (55,4 Prozent).

Knapp 90 Prozent der Kern- und Pflegezone unterliegen bereits einem Flächenschutz (Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet oder Vogelschutzgebiet). Die Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat erfolgte am 26. Mai 2009.


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Link zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb (Foto: Katrin Stöhle)
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