Anstöße

Gesprächsreihe

Anstöße

Klimawandel, Energiewende, Umweltschutz: Wir stehen aktuell vor einer Vielzahl an komplexen Herausforderungen. Damit Baden-Württemberg auch in Zukunft ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt, ist es unerlässlich, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu bewahren. Denn unsere Umwelt bietet uns wertvolle Erholungsräume und ist Grundlage für unser Leben und Wirtschaften.

Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung möchte das Umweltministerium unterschiedliche Fachbereiche miteinander ins Gespräch bringen. Denn erst vernetztes und übergreifendes Denken eröffnet Perspektiven und ermöglicht zukunftsfähige Lösungen. Schon seit einigen Jahren liefern die „Anstöße“ im baden-württembergischen Umweltministerium hierzu einen Beitrag. 

Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen geben mit einem interessanten Vortrag den jeweiligen „Anstoß“ des Abends. Im Anschluss daran findet ein von Umweltminister Franz Untersteller moderiertes Gespräch statt. Das Publikum ist herzlich dazu eingeladen, sich mit Fragen an der Diskussion zu beteiligen. Informelle Gespräche und bürgernahe Begegnungen runden den Abend ab.

Unsere Referenten und Themen im Jahr 2018

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Randolf Menzel (13. April)

  • Wie Pflanzenschutzmittel das Verhalten von bestäubenden Insekten ändern

    Freitag, 13. April 2018, 17 Uhr
    Ort: Landesgartenschau Lahr, Treffpunkt Baden-Württemberg

    Pflanzenschutzmittel werden häufig im Garten als Schutz gegen Schadinsekten eingesetzt. Bestäubende Insekten nehmen diese Insektizide über den Nektar und den Pollen, aber auch über Wasserpfützen auf. In den meisten Fällen werden Bienen, Hummeln und Wildbienen dadurch nicht unmittelbar getötet, da sie geringere Dosen aufgenommen haben. Aber auch solche geringen Dosen sind nicht ungefährlich. Es wurde vor allem geprüft, ob das Lernvermögen, die Gedächtnisbildung, der Gedächtnisabruf, die Sammelmotivation, die Navigation und die soziale Kommunikation gestört werden. Für alle Prüffaktoren ergeben sich drastische Effekte, die Prof. Menzel in diesem Vortrag erläutert.

    Zum Referenten

    Randolf Menzel, 1940 in Marienbad geboren, ist Zoologe und Neurobiologe. Über 30 Jahre lang leitete er das Neurobiologische Institut der Freien Universität Berlin. Seit fünf Jahrzehnten beschäftigt er sich mit Bienen. Er ist eine Kapazität auf dem Gebiet der tierischen Intelligenzforschung. 1967 verfasste er seine preisgekrönte Dissertation über das Farbenlernen bei Bienen. Außerdem konnte der Leibniz-Preisträger die wohl im Tierreich einmalige Navigationsweise der Bienen erforschen. 2016 erschien sein Buch „Die Intelligenz der Bienen“.

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    Faltblatt zu den Anstößen am 13. April 2018 [03/18; 132 KB]

Professor Andreas Fath (6. März): Rheines Wasser

  • Rheines Wasser – 1231 Kilometer mit dem Strom
    Ein Plädoyer für den Schutz unserer Gewässer

    Dienstag, 6. März 2018, 18 Uhr
    Ort: Literaturhaus Stuttgart

    Professor Andreas Fath schwamm 1231 Kilometer von der Quelle des Rheins bis zu seiner Mündung ins Meer. Als dritter Mensch überhaupt und so schnell wie kein anderer bezwang er in insgesamt 25 Etappen Deutschlands mächtigsten Strom. Sein Anliegen war und ist es, für einen effektiven Schutz unserer Gewässer zu werben. Denn unterwegs zwischen Frachtkähnen und Stromschnellen hat er nicht nur manch gefährliche Situation gemeistert, er hat auch Wasserproben genommen, die ein erschreckendes Resultat ergaben: Der Rhein enthält bedenkliche Konzentrationen von Mikroplastik, Antibiotika und Süßstoffen mit unabsehbaren Folgen für unser Ökosystem. Wie wir alle dazu beitragen können, unsere Gewässer besser zu schützen, wird uns Andreas Fath in seinem Vortrag zum gleichnamigen Buch aufzeigen.

    Zum Referenten

    Andreas Fath ist seit 2011 Professor für physikalische Chemie und Analytik an der Hochschule Furtwangen. Seit seiner Jugend ist er ein begeisterter Schwimmer und war unter anderem Deutscher Meister im Freiwasserschwimmen. Um Geld für ein Forschungsprojekt über Gewässerschutz aufzutreiben, schwamm er 2014 in Rekordzeit durch den Rhein – von der Quelle bis zur Mündung in 25 Etappen. Im Sommer 2017 hat er in den USA den Tennessee River bewältigt. 

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    Faltblatt zu den Anstößen [01/18; 137 KB]

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    Rheines Wasser


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