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Grün- und Bioabfälle
  • 13.03.2017

Neue Pilotanlage zur Grünschnittverwertung in Freiburg – Landeszuschuss rund 500.000 Euro

Umweltminister Franz Untersteller: „Freiburg bekommt ein modernes Verwertungssystem, das Maßstäbe setzen könnte für die hochwertige energetische und stoffliche Verwertung von Grünschnitt.“

Mit einem neuen Verfahren zur Behandlung von Grünabfällen will die Stadt Freiburg ihren Grünschnitt künftig noch effizienter nutzen. Die Pilotanlage auf der ehemaligen Freiburger Mülldeponie auf dem Eichelbuck ist heute (13.03.) unter anderem von Umweltminister Franz Untersteller und Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon eröffnet worden.

Mit der Anlage sollen künftig rund 12.000 Tonnen Grünschnitt jährlich zu Holzhackschnitzel und Pflanzenkohle verarbeitet werden, der weitaus größte Teil wird zu hochwertigem Kompost umgewandelt. Das Umweltministerium hat die Anlage mit knapp 500.000 Euro gefördert.

Umweltminister Franz Untersteller betonte, dass Grün- und Bioabfälle als wertvolle Ressourcen möglichst effizient genutzt werden müssten. Pro Jahr fielen landesweit rund fast 1,5 Millionen Tonnen Grün- und häusliche Bioabfälle an, die bislang zu kaum 50 Prozent energetisch genutzt würden: „Wir erhoffen uns von der Freiburger Pilotanlage, dass sie Wege aufzeigt, wie wir in diesem Punkt besser werden können. Die Verwertungsanlage holt das Maximum aus dem Grünschnitt heraus, sie versorgt andere Anlagen auf dem Eichelbuck mit Energie und produziert mit Kompost und Pflanzenkohle Produkte zur Vermarktung. Wenn sich die Erwartungen erfüllen, dann ist das ein Beispiel zur Nachahmung.“

Der Pilotbetrieb der Anlage werde wissenschaftlich begleitet, sagte Untersteller. Ein besonderes Augenmerk lege das Umweltministerium auf die Herstellung von Biokohle aus dem Grünschnitt und auf die Frage, ob sich durch die Vermarktung der Biokohle die Herstellungskosten ausgleichen lassen.


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