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Naturschutz
  • 12.05.2017

„Ich bin ein Riese in der Wiese!“ – Projekt zum Erhalt alter Mostbirnen im Enzkreis eingeweiht

Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller: „Die größten zusammenhängenden Streuobstbestände Europas liegen in Baden-Württemberg. Diese wertvolle Kulturlandschaft müssen wir schützen, um die biologische Vielfalt zu erhalten.“ 

Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller besuchte heute (12.05.) in Ispringen das Projekt „Ich bin ein Riese in der Wiese!“. Das Projekt dient dem Erhalt der markanten und ökologisch wertvollen Birnbäume im Enzkreis. Es wurde vom Landschaftserhaltungsverband Enzkreis in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsamt und den Fachwarten für Obst- und Gartenbau in diesem Jahr ins Leben gerufen. Die Sparkasse Pforzheim-Calw unterstützt die Initiative mit 30.000 Euro. Jede im Zuge des Projekts gepflegte Mostbirne erhält eine Plakette mit der Aufschrift „Ich bin ein Riese in der Wiese!“. Franz Untersteller brachte die erste Plakette an und weihte das Projekt damit offiziell ein.

In seinem Grußwort betonte der Minister: „Der Schutz unserer Natur und einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Die Landesregierung hat den Naturschutz deshalb ins Zentrum ihrer Politik gerückt und dabei den Erhalt der biologischen Vielfalt als Schwerpunkt definiert.“

Streuobstwiesen vereinen lichten, waldartigen Baumbestand mit darunterliegenden Wiesen und Weiden. Diese vielfältige Struktur bietet Lebensraum für rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten. Streuobstwiesen zählen damit zu den artenreichsten Biotopen in Mitteleuropa.

„Die größten zusammenhängenden Streuobstbestände Europas liegen in Baden-Württemberg,“ erläuterte Untersteller. „Wir haben daher eine ganz besondere Verantwortung, diese wertvolle Kulturlandschaft nachhaltig zu schützen.“ Der Minister machte deutlich: „Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst.“ In der Naturschutzstrategie des Landes habe der Erhalt der Streuobstwiesen daher auch einen besonderen Stellenwert eingenommen, so Franz Untersteller weiter.

„Eine Strategie zu entwickeln ist das eine,“ ergänzte der Naturschutzminister. „Es bedarf jedoch auch engagierter Akteure, die die darin definierten Ziele umsetzen. Der Landschaftserhaltungsverband Enzkreis geht hier mit seinem Projekt „Ich bin ein Riese in der Wiese!“ mit leuchtendem Beispiel voran.“

Hintergrundinformation

Die Landesregierung stellt zunehmend Mittel für die Förderung der praktischen Landschaftspflege zur Verfügung. Die Hälfte der Naturschutzmittel fließt heute in diesen Bereich. Trotz der notwendigen Haushaltskonsolidierung hat das Land im vergangenen Jahr 31 Millionen Euro für Maßnahmen zur Landschaftspflege ausbezahlt. Im Jahr 2011 lagen die entsprechenden Ausgaben noch bei 21 Millionen Euro.

Weitere Informationen

Natur- und Artenschutz in Baden-Württemberg
Naturschutzstrategie Baden-Württemberg


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