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Gesundheit und Umwelt
  • 27.11.2017

Fachtagung zum Thema Asbest in Gebäuden

Staatssekretär Andre Baumann: „Gerade in älteren Gebäuden können noch asbesthaltige Materialien stecken. Sowohl Heimwerkerinnen und Heimwerker als auch Profis sollten daher beim Renovieren und Sanieren besondere Schutzmaßnahmen beachten.“

Umweltstaatssekretär Andre Baumann hat heute (27.11.) in Stuttgart vor dem Asbestrisiko beim Renovieren und Sanieren älterer Gebäude gewarnt: „Schätzungsweise 25 bis 30 Prozent der Gebäude im Land, die bis 1993 gebaut oder umgebaut wurden, enthalten asbesthaltige Materialien. Ob Heimwerkerinnen und Heimwerker oder professionelle Handwerkerinnen und Handwerker: Sie alle können beim Abbruch von Gebäuden sowie bei Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten unwissentlich krebserregende Asbestfasern freisetzen.“ 

Asbest sei früher oftmals als Spritzasbest verwendet worden sowie in Asbestzementerzeugnissen wie Dach- oder Fassadenplatten. Auch im Putz, in Spachtelmassen oder in Fliesenklebern könne Asbest stecken, sagte Andre Baumann. „Ob die genannten Baustoffe Asbest enthalten, ist dabei nur schwer zu erkennen“. Sicherheit gebe meist nur eine Probenanalyse.

„Wer geeignete Schutzmaßnahmen berücksichtigt, kann Arbeiten mit asbesthaltigen Materialien sicher durchführen“, betonte der Staatssekretär. Hierzu gehörten beispielsweise eine geeignete Schutzausrüstung zu tragen, Stäube möglichst zu vermeiden und unvermeidbare Stäube nicht einzuatmen sowie spezialisierte Fachfirmen zu beauftragen. „Außerdem gehört asbesthaltiges Material fachgerecht entsorgt und darf nicht in die Umwelt gelangen“, sagte Baumann.

Jeder, der an einem älteren Gebäude Baumaßnahmen plane, müsse sich daher vorher Gedanken über das Thema Asbest machen. „Ein verantwortungsbewusster Bauherr kann verhindern, dass sich Asbestfasern freisetzen, sich über längere Zeit in Gebäuden halten und die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Baupersonal und die Nachbarschaft gefährden können.“

Ergänzende Informationen

Die heutige Fachtagung des Umweltministeriums „Bauen im Bestand – sind asbesthaltige Baustoffe zu erwarten?“ in Stuttgart richtet sich an die am Bauprozess Beteiligten aus Handwerk, Architektur und Ingenieurwesen sowie an Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Kammern und Verbänden.

Programm zu Fachtagung „Bauen im Bestand – sind asbesthaltige Baustoffe zu erwarten?“ [11/17; 231 KB]

Weitere Informationen

„Asbest in Gebäuden – die versteckte Gefahr“
Flyer „Asbest in Gebäuden – die versteckte Gefahr“


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