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Wasser
  • 07.01.2016

Umweltministerium Baden-Württemberg übernimmt Vorsitz in der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser – LAWA

Umweltminister Franz Untersteller: „Die Wasserwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Der Klimawandel und der Nachweis einer Vielzahl von Chemikalien in Gewässern erfordern neue Strategien.“   

Baden-Württemberg hat zum Jahresbeginn für zwei Jahre den Vorsitz der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) von Schleswig-Holstein übernommen. Die LAWA ist ein Arbeitsgremium der Umweltministerkonferenz und dient dem Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Bund und Ländern in Bezug auf länderübergreifende, wasserwirtschaftliche Fragen und der Weiterentwicklung des Wasserrechts.

„Der Klimawandel ist in vollem Gange und wird auch die Wasserwirtschaft vor große Herausforderungen stellen“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller heute (07.01.) anlässlich der Übernahme des LAWA-Vorsitzes. Neben dem Hochwasserschutz werde sich die LAWA daher zum Beispiel mit dem Thema Sturzfluten beschäftigen. „Und die anhaltende Trockenheit des vergangenen Herbstes in verschiedenen Regionen Deutschlands hat gezeigt, dass auch der Umgang mit Wassermangelsituationen und Niedrigwasser ein zunehmend wichtiges Thema ist. Die Wasserwirtschaft muss ihre Anpassungsstrategien weiterentwickeln, damit die Trinkwasserversorgung auch in Zukunft sicher gestellt ist und die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels für die Nutzbarkeit der Ressource Wasser und die Gewässerökologie möglichst minimiert werden.“

Auch der Einsatz für sauberes Wasser dürfe nicht nachlassen, betonte der baden-württembergische Umweltminister weiter. „Strategien zur Verminderung des Eintrages sogenannter Spurenstoffe sind notwendig“, so Franz Untersteller. „Während uns früher vor allem Belastungen aus industriellen Prozessen und der Landwirtschaft beschäftigt haben, rücken jetzt Stoffe in den Mittelpunkt, die jede und jeder von uns oft unbewusst ins Abwasser bringt.“ Zu diesen sogenannten Spurenstoffen, die über das kommunale Abwasser oder diffus in die Gewässer eingetragen werden, zählen beispielsweise Arzneimittel, Röntgenkontrastmittel, Flammschutzmittel (PCB), perfluorierte Tenside (PFT) oder auch Biozide. Trotz ihrer meist sehr geringen Konzentrationen von weniger als einem zehnmillionstel Gramm (<0,1 µg/l) beeinträchtigen viele dieser Stoffe Fauna und Flora.

Daneben werden weitere wichtige Themen der LAWA in den kommenden zwei Jahren die Fortschreibung des nationalen Hochwasserschutzprogramms, die Weiterentwicklung der Instrumentarien zum Grundwasserschutz sowie Fragen des Vollzugs und der Weiterentwicklung der Wasserrahmenrichtlinie, der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie und Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie sein.

Weitere Informationen

Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser - LAWA


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