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Energiewende
  • 02.11.2015

Mehr Solarenergie unverzichtbar für die Energiewende

  • Minister Franz Untersteller beim Solarbranchentag am 02.11.2015 in Stuttgart (Quelle: Solar Cluster Baden-Württemberg/Uli Regenscheit)

    Quelle: Solar Cluster Baden-Württemberg/Uli Regenscheit

„Wir müssen daran arbeiten, für den Ausbau der Photovoltaik und der Solarthermie wieder bessere Rahmenbedingungen zu schaffen.“

„Photovoltaikstrom ist bereits heute nicht mehr teuer und wird in den nächsten Jahren noch preiswerter werden“, erklärte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller heute (02.11.) auf dem Solarbranchentag in Stuttgart. Es wäre fahrlässig, das große Potenzial der Photovoltaik (PV) gerade auch in Baden-Württemberg nicht auszuschöpfen. „Wir haben kompetente Unternehmen, wir haben herausragende Forschungsinstitute und wir haben die nötigen Dach- und Freiflächen für einen gezielten Ausbau der Photovoltaik.“ Der sei jedoch mit den derzeitigen Regelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie bei der aktuellen globalen Marktsituation nicht optimal möglich.

Umweltminister Franz Untersteller fordert Korrekturen im EEG bei Regelungen zur Photovoltaik

Im vergangenen Jahr seien in Baden-Württemberg nur etwa 260 MW Photovoltaik-Leistung neu installiert worden, führte der Umweltminister aus – der niedrigste Zubau der letzten Jahre: „Der Photovoltaikbranche im Land geht es derzeit nicht gut, das lässt sich nicht schön reden. Umso wichtiger ist es, dass das EEG korrigiert wird. Zumindest der Degressionsmechanismus und die Regelung zur Eigenverbrauchsbeteiligung müssen angepasst werden, damit die festgelegten Ausbauziele auch erreicht werden.“ Untersteller wandte sich mit dieser Forderung direkt an das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin, wo derzeit die Eckpunkte für eine EEG-Novelle festgelegt werden.

Franz Untersteller: „Die Frage ist doch, wie es uns gelingt, am anhaltenden globalen Boom der Photovoltaik wieder teilzuhaben, oder ob wir das anderen überlassen, zum Beispiel den Chinesen.“

Im Kern gehe es darum, Photovoltaik für Unternehmen und Investoren wieder attraktiv zu machen, zum Beispiel als Geschäftsmodell in Verbindung mit Smart Grids, mit Speichertechnologien oder mit dem Netzausbau. „Wir müssen es schaffen, dass allein in Baden-Württemberg wieder ein jährlicher Zubau von 600 MW PV-Leistung erreicht werden kann“, so der Umweltminister. Das Ziel sei, 2020 mit Sonnenenergie etwa 12 Prozent der Stromproduktion in Baden-Württemberg abzudecken, das seien dann etwa 7600 GWh im Jahr. Heute betrage der Anteil knapp acht Prozent und 4600 GWh.


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