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Energie
  • 17.09.2014

Gutachten zur Versorgungssicherheit veröffentlicht

Umweltminister Franz Untersteller: „Die Bundesregierung muss jetzt die Weichen dafür stellen, dass eine sichere Stromversorgung auch langfristig jederzeit gewährleistet ist.“

Im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart eine „Kurzstudie zur Kapazitätsentwicklung in Süddeutschland bis 2025“ vorgelegt. Ziel der Studie war es, unter Berücksichtigung der Situation in Gesamtdeutschland und den umliegenden Staaten, die mittelfristige Situation der Stromversorgung zu untersuchen. Umweltminister Franz Untersteller: „Wir brauchen weitere Kenntnisse über die Entwicklung unserer Stromerzeugungskapazitäten, um beurteilen zu können, wie wir unsere Energiepolitik weiterentwickeln. Die Studie liefert uns dafür wichtige Daten.“

Im Fokus der Untersuchung steht die Frage der Versorgungssicherheit bei wachsender Bedeutung der erneuerbaren Energien. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es frühestens 2018, spätestens jedoch 2021 nicht nur im Süden der Republik, sondern in ganz Deutschland zu temporären Versorgungslücken kommen könnte. Franz Untersteller: „Für mich belegt das Gutachten, dass wir uns dringend mit der künftigen Struktur des Strommarkts befassen müssen. Umso mehr, als die Studie zeigt, dass es sich nicht nur um ein süddeutsches Problem handelt. Auch unter Berücksichtigung des europäischen Stromaustausches besteht Handlungsbedarf.“

Er bedauere, dass die Bundesregierung bisher wenig Begeisterung zeige, ihren Koalitionsvertrag an diesem Punkt umzusetzen und die Weichen zur Sicherung der benötigten Erzeugungskapazitäten zu stellen, sagte Untersteller weiter. Eine Wirtschafts- und Industrienation wie Deutschland könne sich Risiken bei der Stromversorgung nicht erlauben.

„Wir müssen sehr bald die Rahmenbedingungen des künftigen Strommarkts festlegen“, forderte der baden-württembergische Umwelt- und Energieminister. „Dazu gehören Umfang und Schnelligkeit des Netzausbaus, die Erschließung von Lastmanagementpotenzialen sowie insbesondere die Gestaltung des künftigen Kraftwerksparks. Es geht um die verlässliche Stromversorgung, wir stehen gegenüber der Wirtschaft und den privaten Verbrauchern in der Verantwortung! Notwendige Entscheidungen in die nächste Legislaturperiode zu verschleppen, gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland“, warnte der Minister.

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Kurzstudie zur Kapazitätsentwicklung in Süddeutschland bis 2025 [09/14; 821 KB]


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