Aktuelle Meldung

Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress
  • 25.09.2014

3. Kongress der Landesregierung mit über 600 Fachleuten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in Karlsruhe

Weit über 600 Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft treffen sich heute und morgen (25. und 26. September 2014) im Zentrum für Kunst Medientechnologie und der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, um über Fragen der effizienten Nutzung von Ressourcen und die Wiedergewinnung von Abfällen zu diskutierten. Der Kongress, den das baden-württembergische Staatsministerium sowie die Ministerien für Finanzen und Wirtschaft, für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie für Wissenschaft, Forschung und Kunst ausrichten, findet 2014 bereits zum dritten Mal statt.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann wies anlässlich des Kongresses auf die Notwendigkeit hin, ganzheitliche ressourcenschonende Konzepte für die industrielle Produktion zu entwickeln, um die Abhängigkeit von Rohstoffimporten zu verringern: „Wirtschaftswachstum weltweit bedeutet steigenden Bedarf an wertvollen Rohstoffen. Ressourceneffizienz ist daher vor allem auch für das wirtschaftsstarke Baden-Württemberg ein wichtiges Thema. Sie steigert die Wettbewerbsfähigkeit und trägt zum Erhalt der Umwelt bei.“

Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid hob besonders die strategische Bedeutung einer effizienten Rohstoffnutzung für die langfristige Entwicklung der baden-württembergischen Wirtschaft hervor: „Eine sichere, stabile und bezahlbare Rohstoffversorgung ist die Lebensader für unsere Wirtschaft. Daher ist es neben der Rohstoffsicherung wichtig, die Forschung und die Unternehmen darin zu unterstützen, ressourcen- und energieeffiziente Innovationen zu entwickeln und voranzutreiben.“

Auf dem zweitägigen Kongress in Karlsruhe, der sich vor allem an Entscheidungsträger und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik richtet, werden fünf Themenbereiche in Vorträgen, Impulsreferaten, Podiumsdiskussionen und Workshops näher behandelt. Unter der Überschrift „Ideenvielfalt statt Ressourcenknappheit“ geht es insbesondere um einen intensiven Erfahrungs- und Informationsaustausch.

Umweltminister Untersteller: Wir haben mit dem Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress eine Plattform für konstruktiven Dialog über wesentliche Fragen unseres Umgangs mit begrenzten Rohstoffen geschaffen. Effizienz ist ein Schlüsselbegriff für die Gestaltung unserer Zukunft.

Umweltminister Franz Untersteller: „Das enge Zusammenwirken aller gesellschaftlichen Gruppen kann uns bei der Ressourceneffizienz entscheidend weiterbringen. Letztlich geht es um Wachstum ohne wachsenden Rohstoffverbrauch, dazu brauchen wir Technologien und Konzepte. Ich glaube, Baden-Württemberg kann auf diesem Feld eine herausragende Rolle spielen.“

Im Rahmen des Kongresses wird der Vorsitzende des von der Bundesregierung eingerichteten Sachverständigenrates für Umweltfragen und Direktor am CUTEC-Institut der TU-Clausthal Prof. Dr. Martin Faulstich der Landesregierung am Donnerstag (25. September 2014) auch Empfehlungen übergeben, in welchen Bereichen sie künftig Schwerpunkte setzen sollte, um bei der Ressourceneffizienz weiter voranzukommen. Diese Empfehlungen sollen dann in eine umfassende Landesstrategie zur Ressourceneffizienz einfließen, die in den nächsten Monaten erarbeitet wird.

Ergänzende Informationen

Der Kongress ist zweitägig und in fünf Themenbereiche gegliedert. Daneben gibt es insgesamt 15 fachspezifische Foren.

Die Themen im Einzelnen:

Im Plenum 1 (25. September 2014) „Mit Ideenvielfalt und Ressourceneffizienz erfolgreich in die Zukunft“ werden die erreichten Ergebnisse und Meilensteine der auf dem letzten Kongress angekündigten Aktivitäten vorgestellt.

Plenum 2 (25. September 2014) „Kreislaufwirtschaft als Quelle von Ressourcen“ beschäftigt sich mit der Abfallwirtschaft und ihrer Bedeutung für die Ressourcenschonung.

„Ressourceneffizienz in Gesellschaft und Kultur“ ist Thema im Plenum 3  (25. September 2014). Dabei sollen die sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen steigender Effizienz diskutiert werden.

Bei Plenum 4 (26. September 2014) „Mit Ideenvielfalt und Ressourceneffizienz erfolgreich in die Zukunft“ steht die ressourcenschonende und materialeffiziente Produktion im Mittelpunkt.

Plenum 5 (26. September 2014) „Ultraeffizienz – Fabrikation der Zukunft im urbanen Umfeld“ präsentiert und diskutiert die Herausforderungen und die zukünftigen Bedingungen für das produzierende Gewerbe in einer hochentwickelten Industrieregion wie Baden-Württemberg.

Als Plenarredner treten unter anderem auf:

  • Dr. Johannes Kirchhoff, Geschäftsführender Gesellschafter, KIRCHHOFF Gruppe
  • Prof. Dr. Martin Faulstich, Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen SRU
  • Norbert Rethmann, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates, RETHMANN-Gruppe
  • Reinhard Bütikofer, Mitglied des Europäischen Parlaments, Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie und Co-Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei
  • Prof. Dr. Saskia Sassen, amerikanische Soziologin und Wirtschaftswissenschaftlerin; Columbia University und an der London School of Economics and Political Science; „Top 100 Global Thinkers by Foreign Policy“ und „Top 100 Thought Leaders 2013“
  • Prof. Dr. Peter Sloterdijk, Philosoph und Autor, Rektor, Hochschule für Gestaltung Karlsruhe; „Top 100 Thought Leaders 2013“
  • Prof. Dr. Geoffrey Alan Ozin, Autor und Professor für Nanochemie, University of Toronto
  • Prof. Dr. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
  • Herr Rudolf Martin Siegers, CEO Siemens Deutschland
  • Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg

Am Abend des ersten Tages findet der schon traditionelle Empfang der Landesregierung statt, bei dem Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umweltminister Franz Untersteller die Preisverleihung des Wettbewerbs „delta E: Wirksam – Machbar – Innovativ“ gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer der Chemie-Verbände Baden-Württemberg Thomas Mayer vornehmen werden. Dabei handelt es sich um einen Ideenwettbewerb für Azubis zum Thema Energieeffizienz in der chemischen Industrie.

Weitere Informationen

Programm zum Kongress

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und Staatsministerium Baden-Württemberg


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