EEG 2016

Kurzanalyse

Analyse unterschiedlicher Ansätze zur Festlegung der Ausschreibungsmengen im Erneuerbare-Energien-Gesetz 2016 (EEG 2016)

In einer vom Umweltministerium in Auftrag gegebenen Studie hat das Öko-Institut untersucht, ob die vom Bundeswirtschaftsministerium geplante Einschränkung des Windausbaus an Land sich tatsächlich kostendämpfend auf die EEG-Umlage auswirkt.

Dazu wird ein Ausbauszenario auf Basis der bisherigen Regelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit einem Ausbauszenario auf Basis der Pläne für die EEG-Novelle 2016 verglichen. Die im EEG 2014 von Bund und Ländern vereinbarten Ziele sehen einen Leistungszubau von 2,5 Gigawatt pro Jahr für Wind an Land vor, die nach den derzeitigen Planungen des Bundeswirtschaftsministeriums aufgegeben werden sollen.

Die Studie zeigt, dass der Ausbau der Windkraft kaum Einfluss auf die Höhe der EEG-Umlage besitzt. Die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums würden die Bürger kaum entlasten, den Ausbau der erneuerbaren Energien aber beschränken: Bei einem Durchschnittsverbrauch von 3500 Kilowattstunden geht es um eine Entlastung von etwa 12 Euro im Jahr. Dafür würde die erneuerbare Stromerzeugung bis 2025 um ein Drittel geringer ausfallen.

Die längerfristigen Energiewende-Ziele können damit nicht mehr über einen stetigen Zuwachs erreicht werden. Vor allem für Wind an Land kann das starke Schwankungen bei der Entwicklung der jährlich ausgeschriebenen Kapazitäten und damit zusätzliche Planungsunsicherheiten bedeuten. Darüber hinaus könnten die rechtlich bindenden Ziele im Rahmen der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie der EU bis 2020 nicht mehr erreicht werden.   


Stellungnahme

Stellungnahme des Landes Baden-Württemberg zur Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG 2016) Mehr

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